Clemens Tönnies: »überrascht und enttäuscht« Kreise: Schlichtung im Familienstreit um Tönnies gescheitert

Bielefeld/Rheda-Wiedenbrück/Hamm  (dpa).   Im Familienstreit um Deutschlands größten Fleischbetrieb Tönnies ist ein Schlichtungsversuch Kreisen zufolge gescheitert. Nach Informationen aus dem Umfeld von Robert Tönnies sei die Schlichtung unter anderem deshalb nicht erfolgreich gewesen, weil keine Einigung über eine Wurstfabrik in Meppen (Niedersachsen) erzielt worden sei, wie am Donnerstag bekannt wurde.

Clemens Tönnies (links) und sein Neffe Robert mit Ehefrau Sarah.
Clemens Tönnies (links) und sein Neffe Robert mit Ehefrau Sarah. Foto: Thomas F. Starke

Robert Tönnies, der Neffe von Firmenschef Clemens Tönnies, streitet sich seit Jahren mit seinem Onkel um die Vorherrschaft im Unternehmen. Aktuell halten beide je 50 Prozent an dem Konzern, der 2015 einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro verbuchte und weltweit 10.500 Mitarbeiter hat.

Mit dem ehemaligen Präsidenten des Oberlandesgerichts Hamm, Gero Debusmann, hatte sich beide Seiten auf Vorschlag des Landgerichts Bielefeld auf einen neutralen Mediator geeinigt. Erste Gespräche sind geführt worden.

Clemens Tönnies äußerte sich über seine Anwälte. »Wir sind sehr überrascht und enttäuscht, wenn die Gegenseite die Gespräche nun offensichtlich für beendet erklärt hat«, hieß es in einer Stellungnahme.

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