Stadt pflanzt mehr als 200 Bäume in der Salzkottener Feldflur
Am Wegesrand ist gut Kirschen essen

Salzkotten -

An der Ellinghauser Straße ist bald gut Kirschen essen. Dafür hat die Stadt Salzkotten in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung gesorgt. 85 Bäume der Sorte Prunus avium (Vogelkirsche) sind in der Feldflur zwischen Oberntudorf und der Wewelsburger Straße gepflanzt worden. Sie sollen sowohl das einstige Bild einer Allee wieder vervollständigen als auch den Sonntagsspaziergang versüßen.

Samstag, 06.03.2021, 16:30 Uhr
An der Ellinghauser Straße in der Feldflur zwischen Oberntudorf und der Wewelsburger Straße entsteht wieder eine lückenlose Allee; im Bild Ralf Wiedenhaus, Martin Westermeier und Heiner Mersch (von links). 85 Vogelkirschen sind hier und 120 Robinien an der Straße Bosenholz gepflanzt worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt insgesamt 300 neue Bäume im Stadtgebiet gesetzt. Foto: Oliver Schwabe

„Ziel der Baumpflanzaktion ist es, die Allee wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen“, sagt Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Martin Westermeier. Denn zwischen den alten Pflaumenbäumen an der Ellinghauser Straße gibt es so manche Lücke. „Wenn Obstbäume nicht regelmäßig abgeerntet werden, vergreisen sie und brechen auseinander. Außerdem ist der Bereich hier sehr sturmanfällig“, erläutert Heiner Mersch, zuständig für Umweltschutz und Grünplanung, den Verlust vieler Bäume am Feldweg. Die Obstbaumalleen seien historisch gesehen ein prägendes Landschaftselement. Sie grenzten nicht nur Felder ab, sondern lieferten den Menschen früher auch Äpfel, Birnen und andere Früchte. Laut Bundesnaturschutzgesetz sind Alleen schutzwürdig. Für neue Bäume gibt es Fördergelder.

Die Vogelkirsche hat kleine, aber sehr leckere Früchte

Ralf Wiedenhaus

Von den insgesamt 35.700 Euro Kosten für die 85 Bäume bekommt die Stadt Salzkotten 28.600 Euro Fördermittel. „Wir haben uns für die Anpflanzung von Obstbäumen auch wegen ihrer Blüten als Nahrungslieferant für Bienen entschieden“, so Mersch. „Die Vogelkirsche hat kleine, aber sehr leckere Früchte“, ergänzt sein Kollege Ralf Wiedenhaus. Die Bürger seien ausdrücklich aufgerufen, davon zu naschen und die Bäume, wenn es denn so weit ist, abzuernten.

An der Straße Bosenholz wurde ebenfalls reichlich gepflanzt. Hier wurden für 60.000 Euro (48.000 Euro Förderung) 120 Robinien neu gesetzt. In diesem Bereich finden sich bereits viele dieser markanten Bäume, die als Naturdenkmal ausgewiesen sind. Doch auch hier seien einige Bäume auseinander gebrochen. Mit der Vervollständigung der beiden Alleen ist das Salzkottener Unternehmen Baumhögger beauftragt worden. Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb übernimmt zudem für drei Jahre die Pflege der jungen Pflanzen. Die Mitarbeiter Gerhard Kock und Ndue Wall haben die Bäume mit großem Ballen und Wurzelwerk eingepflanzt. „Die Chance, dass die Pflanzen angehen, ist damit größer als bei wurzelnackten Bäumen“, weiß Heiner Mersch.

Ein weißer Anstrich am Stamm soll ein Aufbrechen der Rinde bei extremen Temperaturschwankungen verhindern. Damit Wasser direkt die Wurzeln erreicht, wurde eine grüne Manschette angelegt. Drei Holzpflöcke und Gewebeband helfen dem Baum, gerade zu wachsen.

Ein bisschen müssen sich die Salzkottener noch gedulden, doch die nächste Kirschzeit kommt bestimmt.

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