Salzkottener Wehr mit baugleichen Fahrzeugen ausgestattet
Sälzer Zwillinge sind startklar

Salzkotten -

Die Freiwillige Feuerwehr Salzkotten hat Zuwachs bekommen – und es sind Zwillinge geworden. Sie heißen beide HLF 10 (Hilfeleistungslöschpumpenfahrzeug) und gleichen wie ein Ei dem anderen.

Donnerstag, 03.12.2020, 21:05 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 21:10 Uhr
Bürgermeister Ulrich Berger (von links), Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Martin Westermeier, Markus Petsche (Einheitsführer Niederntudorf), Jürgen Schrewe (Thüle), Thomas Peitzmeier (Fachbereichsleiter Bürgerdienste) und Tobias Rupprecht (Leiter der Feuerwehr) haben die Fahrzeuge in Augenschein genommen. Foto: Marion Neesen

Das hat durchaus seinen Sinn. Denn weil die Fahrzeuge genau baugleich sind, jeder Schlauch, jede Warnlampe und jegliches Werkzeug in beiden Autos den gleichen Platz haben, finden sich die Wehrleute im Notfall schnell zurecht und sparen damit Zeit. Das ist insbesondere in der Tagesverfügbarkeit der Wehrleute wichtig und hilfreich. Denn arbeitet ein Tudorfer Feuerwehrmann etwa in Thüle und die Wehr muss ausrücken, wird er nicht erst in seinen Heimatort, sondern mit der Thüler Einheit zum Einsatzort fahren – und findet hier die Rettungsschere dort, wo sie auch im Tudorfer Fahrzeug verstaut ist. „Wir können so die Ausbildung vereinheitlichen und die Einsätze standardisiert abfahren. Jeder ist dann sofort mit dem Auto vertraut“, sagt der Leiter der Feuerwehr Salzkotten, Tobias Rupprecht.

Stationiert werden die beiden HLF 10 in den Löscheinheiten Niederntudorf und Thüle. Die Fahrzeuge sind nicht nur brandneu, sondern haben auch alles an Bord, was die Einsatztruppe im Ernstfall benötigt: 2000 Liter Löschwasser, eine akkubetriebene Rettungsschere, 160 Meter Schlauch auf der Schlauchhaspel, Warnlampen, Ölbinder, Werkzeug und vieles mehr. Inklusive Fahrerkabine können neun Wehrleute transportiert werden. „Ende des Jahres werden die Kameraden eingewiesen und geschult sein, sodass wir Anfang des nächsten Jahres die Fahrzeuge einsetzen können“, sagt Rupprecht.

Bei der Ausschreibung, die europaweit laufen musste, hat Fachbereichsleiter Martin Westermeier – selbst Feuerwehrmann – ein gutes Händchen bewiesen. Im Doppelpack gab‘s die beiden für 820.000 Euro. Weiterer Nachwuchs ist übrigens in Planung. Ein Zwillingspärchen soll sich auch in Verlar und Upsprunge dazu gesellen. Dann wird aus dem Duo ein Quartett.

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