CDU-Landratskandidat Christoph Rüther diskutiert mit Landwirten
„Im Gespräch Lösungen finden“

Bad Wünnenberg-Haaren (WB). Klare Kante und verlässliche Rückendeckung, das wünschen sich die Landwirte von der Politik. Eine Woche vor den Kommunalwahlen hat jetzt in der Haarener Schützenhalle CDU-Landratskandidat Christoph Rüther darüber informiert, wie er im Falle seiner Wahl die Probleme der Landwirte angehen möchte.

Sonntag, 06.09.2020, 07:28 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 09:56 Uhr
Repräsentanten aus Politik und Landwirtschaft stellten sich in der Haarener Schützenhalle den Zuhörern (von links): Eduard Gockel (CDU-Agrarausschuss), Bauernpräsident Hubertus Beringmeier, Landratskandidat Christoph Rüther, Landrat Manfred Müller, Vorsitzende der Landfrauen Cornelia Wegener, und Christian Carl (CDU Bürgermeisterkandidat Bad Wünnenberg). Foto: Büttner

Der amtierende Landrat Manfred Müller berichtete über die Aktivitäten des Kreises im Umgang mit der Corona-Pandemie, und Bauernpräsident Hubertus Beringmeier gab ein kurzes Statement über den aktuellen Stand und mögliche Perspektiven in der Landwirtschaft.

Landwirtschaft leide unter Corona-Krise

Es sei keine Frage, auch die heimische Landwirtschaft leide unter der durch das Coronavirus ausgelösten Krise: „Die Vorkommnisse bei Tönnies und Westfleisch, die Schließung von Restaurants, keine Volksfeste, die niedrigen Schweine- und Milchpreise machen uns ebenso zu schaffen wie die Tierschutzdebatten, die hohen Kosten bei baulichen Investitionen und die fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung“, fasste der Kreisvorsitzende des CDU-Agrarausschusses, Eduard Gockel, zusammen.

Ohne lange Vorrede machte Rüther auch gleich seinen Standpunkt klar: „Die Landwirtschaft gehört zu uns, und sie verdient unserer Unterstützung“, sagte der CDU-Kandidat für das Landratsamt. Wie die aussehen soll, dafür hatte Rüther eine Reihe von Ansätzen parat. Oberste Priorität habe das Gespräch, denn das sei die beste Möglichkeit, Lösungen zu finden. Rüther sprach sich daher für die Bildung von Arbeitskreisen aus, die sich regelmäßig austauschen sollen.

Digitalisierung und Erneuerung

Als ein weiteres Problem hat Rüther die teils noch mangelhafte Funkverbindung in manchen Teilen des Kreisgebietes ausgemacht. „Es ist gut und richtig, dass jetzt auch die weißen Flecken, und damit auch die Höfe in den Außenbereichen mit Glasfaser versorgt werden. Aber auch die Funkverbindung gilt es zu verbessern“, mahnte Bad Wünnenbergs Bürgermeister.

Dass der Beruf des Landwirtes, ebenso wie das Handwerk in der Gesellschaft nicht mehr den gewünschten Stellenwert hätten, sei ein Problem, das angegangen werden müsse. Helfen könnte hier ein Ausbildungscenter, das jungen Menschen Einblicke in den Tagesablauf eines landwirtschaftlichen Betriebes ermögliche, schlug er vor. Auch helfe eine enge Kooperation von Politik, Schule und Landwirtschaft.

Bauernpräsident Hubertus Beringmeier gab der Politik Anregungen mit auf den Weg, um die Situation zu verbessern. „Wir brauchen zügig erteilte Baugenehmigungen, um unsere Modernisierungen und die gesetzlichen Vorgaben des Tierschutzes auch umsetzen zu können. Und wir brauchen verlässliche Richtlinien in der Tierhaltung“, forderte Beringmeier, „wir wollen uns als Landwirte einbringen, dabei sind der Kreis Paderborn und die Kommunen ein wichtiger Ansprechpartner“. Den Ausführungen der Referenten schloss sich eine rege Diskussion an. Hier kam von vielen Seiten die Aufforderung an die Politik, sich für den Erhalt der Landwirtschaft und deren Wertschätzung stark zu machen und dabei auch die zahlreichen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebe im Kreis Paderborn nicht zu vergessen.

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