Einmalige Chance an der Wewelsburger Straße soll genutzt werden
Grüne fordern Radweg

Salzkotten (WB/sen) Der Ortsverband der Salzkottener Grünen fordert bei der geplanten Sanierung der Wewelsburger Straße zwischen Salzkotten und Wewelsburg den Bau eines separaten Geh- und Radweges. Die vorerst einmalige Chance für eine attraktive und sichere Verbindung für Radfahrer – zumindest auf einem Teilabschnitt der Landstraße  751 – dürfe nicht ungenutzt bleiben, teilen die Grünen in einer Presseerklärung mit.

Sonntag, 03.05.2020, 22:22 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 22:30 Uhr
Nach Auskunft des CDU-Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer soll die Landstraße zwischen Salzkotten und Wewelsburg saniert werden. Der Fraktionschef der Salzkottener Grünen, Marc Svensson (Foto), vermisst in den Plänen einen Rad- und Gehweg.

„Eine Sanierung der L 751 zwischen Salzkotten und dem Flughafenzubringer L 776 ist auch aus unserer Sicht dringend erforderlich. Schon vor zwölf Jahren hat sich die Stadt Salzkotten um den Bau eines Radweges auf diesem Streckenabschnitt bemüht. Für Radfahrer ist sowohl der jetzige Zustand als auch die Streckenführung lebensgefährlich. Aus unserer Sicht ist hier ein separater Geh-/Radweg unter den gegenwärtigen Verhältnissen möglich“, meint der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Marc Svensson. Zugleich würde ein Geh-/Radweg an dieser Stelle die Sportstätten in Upsprunge mit den neuen Wohngebieten im Osten Salzkottens verbinden. Bereits bei der Sanierung der Landstraße 637 nach Büren (Eichfeld) seien Fußgänger und Radfahrer vergessen worden. „Das darf sich nicht wiederholen. Täglich sind über 940 Berufspendler zwischen Salzkotten und Büren unterwegs, was nur etwa ein Drittel aller Privatfahrten ausmacht”, kritisiert der Fraktionsvorsitzende. Die Grünen bemängeln weiter, dass trotz anderslautender Ankündigungen der Landesregierung, keine zusätzlichen Mittel für den Bau von Radwegen entlang von Landstraßen bereitgestellt würden.

Viele Projekte seien bereits seit fast 20 Jahren in der Warteschleife. Allein der geforderte Radweg werde mit 2,06 Millionen Euro veranschlagt. Der Gesamtjahresetat für Radwege entlang der Landstraßen im gesamten Regierungsbezirk Detmold liege bei 2,1 Millionen Euro.

“Im vergangenen Herbst wurde im Landtag einer Volksinitiative einstimmig zugestimmt, die eine Verdreifachung des Radverkehranteils innerhalb von fünf Jahren gefordert hat. Wie soll das ohne gute Radwege nach Verne, Geseke, Büren, Paderborn und Lippstadt klappen ?“, fragen die Grünen und nehmen den CDU-Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer in die Pflicht. Dieser habe den Radverkehr in seiner Pressemitteilung (WV vom 20. April) zur anstehenden Sanierung mit keiner Silbe erwähnt. Die systematische Benachteiligung von Fußgängern und Radfahrern müsse beendet werden. „Das Thema klimafreundliche Mobilität ist dort leider noch nicht angekommen“, ergänzt der verkehrspolitische Sprecher der Sälzer Grünen, Dr. Hendrik Schlune.

„Dass hier ein Radweg notwendig ist, sehen wir auch. Aber er lässt sich nicht kurzfristig realisieren“, erklärt Bernhard Hoppe-Biermeyer auf WV-Anfrage, dass er darüber bereits mit dem Leiter von Straßen NRW gesprochen habe. Ein Radweg sei eine gesonderte Maßnahme, die auf einer Prioritätenliste nicht sehr weit oben stehe und sicher nicht in den nächsten beiden Jahren realisiert werden könne. Zudem sei dafür Grunderwerb nötig. „Die Wewelsburger Straße ist aber in einem solch schlechten Zustand, dass die Sanierung nicht länger warten kann“, so der Landtagsabgeordnete. Mit der Erneuerung der Landstraße soll im nächsten Jahr begonnen werden. Ein Radweg könne auch später noch gebaut werden.

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