Rathausprojekt in Salzkotten: Anbau wächst schnell – Sanierung des Altbaues folgt
Noch gibt es keine Verzögerungen

Salzkotten (WB). Salzkottens aktuell mit Abstand kostspieligstes Bauprojekt ist in den vergangenen Wochen bei nahezu optimalem Bauwetter ausgesprochen flott voran gekommen. „Wir liegen gut im Zeitplan”, fasst Ludwig Bewermeier, Leiter des städtischen Fachbereiches Stadtentwicklung, beim Blick auf den nahezu fertiggestellten Rohbau des Rathaus­anbaues zusammen.

Sonntag, 05.04.2020, 22:02 Uhr aktualisiert: 05.04.2020, 22:20 Uhr
Bei durchgängig baufreundlichem Wetter ist der Neubau des Rathausanbaues am Marktplatz in Salzkotten in den verangenen Wochen flott voran gekommen. Foto: Jürgen Spies

In der vergangenen Woche konnten bereits die Elektroarbeiten beginnen. Ob der Bau auch in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin in diesem hohen Tempo von der Stelle kommt, ob der ursprünglich mal genannte Fertigstellungstermin des Anbaues im Oktober eingehalten werden kann, „weiß allerdings niemand”, denkt Bewermeier daran, dass die momentan nicht vorhersagbare Entwicklung der Corona-Pandemie „Arbeitszeit und Arbeitskraft kosten kann.”

Noch aber läuft es an der Baustelle richtig gut, was auch Michael Horstknepper, der seitens der Stadt die Bauleitung übernommen hat, bestätigt. Erst Elek­tro, anschließend beziehungsweise zeitgleich Heizung, Lüftung, Sanitär, dann können im Neubau schon die Fenster eingebaut werden. Schritt für Schritt folgt danach der Innenausbau. Noch nicht entschieden ist beispielsweise, welches Farbgebungskonzept innen, etwa bei den Bodenbelägen, umgesetzt wird.

Der Anbau ist von der Statik her so ausgelegt, dass sich bei Bedarf eine flexible Raumaufteilung – schnell und ohne großen Aufwand über Leichtbauwände – umsetzen lässt. Im Innenbereich der einzelnen Etagen gibt es dazu wuchtige Stützen, aber praktisch keine tragenden Wände.

Sobald der Anbau bezogen werden kann, ist der Altbau (Sanierung/Modernisierung) an der Reihe. Der rot geklinkerte Komplex hat bekanntlich gut 45 Jahre auf dem Buckel und ist aus energetischer Sicht nicht mal von gestern, sondern mindestens von vorgestern. Energie fliegt hier im wahrsten Sinne des Wortes im hohen Bogen zu den Einfachfenstern raus. Zum Dach hin ist der Altbau nach heutigen Anforderungen betrachtet so gut wie gar nicht gedämmt. Die Stadt hat für den Anbau und den Altbau insgesamt mehr als 100 Fenster modernster Prägung bestellt.

Fördermittel fließen für die energetische Sanierung

Bei Rathaus-Gesamtkosten in Höhe von etwa 9,7 Millionen Euro, bekommt die Stadt für die Sanierung des Altbaues 4,2 Millionen Euro Fördermittel. Die Nutzfläche wächst von zuletzt 3000 Quadratmeter (Altbau + Teile des abgerissenen Spadaka-Gebäudes) auf 4500 Quadratmeter, wenn alles fertig ist. “Dass dann alle Abteilungen unter einem Dach vereint sind, wird im Arbeitsalltag etliche Vorteile haben”, blickt Ludwig Bewermeier erwartungsfroh voraus.

Stadtwicklung (schon länger am Grarock) und das Standesamt (jetzt im Klingenthal-Stammhaus) sind derzeit übergangsweise woanders gut untergebracht.

Die Pläne für Neubau, Sanierung, äußere Gestaltung, die Symbiose von Altbau und Anbau samt stimmigem Farbkonzept, stammen aus der Sälzer Bauamt. Die rote Klinker-Außenhaut des Altbaues bleibt weitestgehend erhalten; die Vorsprünge bekommen aber eine grau-warme Farbgebung. Diese Kombination aus Rot und Grau geht fließend über in die Außenhaut des Anbaues, wo dann der Grauanteil überwiegen wird.

Die Sanierung des Altbaues geht einher mit einer weitreichenden Umstrukturierung einzelner Verwaltungsbereiche. „Öffnung fürs Quartier” lautet die Devise.

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