Salzkottens CDU-Vorsitzende Silvia Bunte fordert Zuversicht in Demokratie ein
„Klimaschutz darf kein Politikum sein“

Salzkotten (WB). „Grüne Politik ist bei den Schwarzen besser aufgehoben“ – die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Silvia Bunte, blickte beim 15. Neujahrsempfang der Salzkottener Christdemokraten nicht nur auf die Klimaschutzdebatte zurück, sondern sah die Herausforderungen der Zukunft bei der CDU in guten Händen. Sie rief zu Zuversicht in die Demokratie und die Grundwerte der CDU auf. Klimaschutz dürfe kein Politikum und Grund für Wahlkampfgetöse sein, „sondern ist eine Querschnittsaufgabe für uns alle“, sagte Bunte.

Sonntag, 02.02.2020, 22:32 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 23:00 Uhr
Der CDU-Stadtverband Salzkotten war zu Gast bei der Firma Müller-Elektronik. Im Bild (von links) Bürgermeister Ulrich Berger, Andrea Müller-Jochheim und Christian Müller, CDU-Vorsitzende Silvia Bunte, stellvertretender Vorsitzender Andreas Breithaupt und der Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer. Foto: Neesen

Der CDU-Stadverband war am Sonntag zu Gast im Salzkottener Unternehmen Müller-Elektronik (ME). Rund 100 Mitglieder konnte Silvia Bunte dort begrüßen. Gekommen war neben Ulrich Berger als amtierendem Bürgermeister und CDU-Kandidat für die Kommunalwahl am 13. September auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer.

„Die Technologien, die in diesem Hause entwickelt und produziert werden, helfen einer wahrhaft gebeutelten Branche, der Landwirtschaft“, so Silvia Bunte. In der öffentlichen Wahrnehmung werde nur allzu häufig das Bild des verantwortungslosen Raubritters der Natur gepflegt, blickte sie auf zurückliegende Demonstrationen der Bauern. „Kein Landwirt, der seinen Betrieb erhalten will, wird gegen die Natur arbeiten“, so Bunte. Man müsse mit und nicht gegen die Landwirte deren Zukunft gestalten. Die Stadtverbandsvorsitzende begrüßte, dass die Lebensmittelpreise nun Thema im Kanzleramt seien, bezweifelte aber die Sinnhaftigkeit, „ohne Bedarfsprüfung einfach eine Milliarde in den Topf zu werfen“. „Das suggeriert: So ihr lieben Bauern, jetzt habt ihr erst mal was, jetzt beruhigt euch wieder“, so Bunte. Es sei wunderbar, dass sich junge Leute endlich wieder über ihre Zukunft Gedanken machten, schlug Bunte den Bogen zu den Freitagsdemonstrationen. Sie warf einigen jungen Leuten aber auch vor, die ganze Woche in der Vollversorgung zu leben, und diese am Freitag dann zu beschreien. „Ich fühle mich angegriffen, wenn gesagt wird: ‚Du hast meine Zukunft zerstört‘“, so Bunte. Die Welt von heute sei unter Beteiligung unterschiedlicher Menschengruppen mit den unterschiedlichsten Interessen entstanden. „Das, liebe Freitagsdemons­trierer, nennt man Geschichte. Und niemand, also auch keine Einzelgruppe, trägt daran eine Gesamtschuld“, sagte Bunte. Sie rief dazu auf, Lösungen in Forschung und neuen Technologien zu suchen.

Die meisten Probleme hätten Landwirte nicht auf Landes-, sondern auf Bundesebene, stellte Bernhard Hoppe-Biermeyer in seinen Grußworten fest. „Vielleicht hat man die Probleme zu lange aufgeschoben, trotzdem müssen wir jetzt nicht alles gründlicher machen, als die anderen in der EU“, sagte der Landtagsabgeordnete, „und trotzdem müssen wir eine nachhaltige Landwirtschaft und Gesellschaft hinkriegen.“ Hoppe-Biermeyer beglückwünschte die Salzkottener CDU zu einem Kandidaten wie Ulrich Berger. „Einen Bewerber mit solch’ hoher Sachkompetenz gibt es in NRW ganz selten“, so der Delbrücker. Berger selbst sieht die Kommunalwahl im September als große Herausforderung und hofft, dass am Ende der Bürgermeister aus den CDU-Reihen gestellt wird, alle Direktmandate gewonnen werden und die CDU die absolute Mehrheit erringt. In Salzkotten laufe es gut, das sei aber kein Selbstläufer, blickte Berger auf die geleistete Arbeite zurück und forderte dazu auf, zur Wahl zu gehen. „2020 wird ein wichtiges Jahr, wir brauchen die volle Unterstützung, nicht das ‚Wird schon‘. Jede Stimme zählt“, hoffte Berger zudem auf Unterstützung im Wahlkampf.

Christian Müller, einer der beiden Geschäftsführer bei Müller-Elektronik, stellte abschließend die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Salzkottener Unternehmens vor, die in den 1970er begann, als sein Vater Heinrich einen Taschenrechner zum Hektarzähler umgebaut hatte. Heute ist das Unternehmen weltweit führender Spezialist in der Agrartechnologie. „In jedem Mähdrescher steckt ein Stück Salzkotten“, so Christian Müller, „alles, was wir hier machen, ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll.“ Knapp 450 Mitarbeiter beschäftigt Müller-Elektronik. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur amerikanischen Trimble-Gruppe, einem Spezialisten in GPS-Technologien, was Müller-Elektronik weitere globale Perspektiven ermöglicht habe.

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