Tausende Besucher erleben einen gelungenen Auftakt der Salzkottener Stadtfeste Sälzerfest XXL

Salzkotten (WB). Ein Sälzerfest der Superlative noch zu toppen, das war eine Her­ausforderung für Salzkotten Marketing und alle Organisatoren. Offenbar war das Lob aus dem Vorjahr dem Team um den Vorsitzenden und Bürgermeister Ulrich Berger jedoch Ansporn genug, um noch »eins drauf« zu setzen, so dass tausende Besucher gestern ein Sälzerfest XXL erlebten.

Von Marion Neesen
Nach dem schlechten Wetter am Samstag zog es die Salzkottener und viele Gäste aus der Region in die Salzkottener Innenstadt.
Nach dem schlechten Wetter am Samstag zog es die Salzkottener und viele Gäste aus der Region in die Salzkottener Innenstadt. Foto: Jörn Hannemann

Denn mit 70 und damit fast 20 zusätzlichen Angeboten im Vergleich zu 2018 ist das erste Stadtfest des Jahres noch einmal gewachsen. Schon unmittelbar nach dem Startschuss am Gradierwerk war es proppenvoll auf dem Marktplatz, in der Vielser Straße, auf der B1, am Wallgraben und in den Geschäften. »Natürlich könnte ich auch wochentags einkaufen. Aber heute ist doch viel mehr los. Die Stadt ist voll Leben, das wollen wir doch so«, genoss Elli Brand aus Büren den Einkaufsbummel am Sonntag. »Uns gefällt der verkaufsoffene Sonntag sehr gut«, sagte auch Dorothea Eggebrecht aus Brenken, »man hat viel mehr Ruhe und kann auch mal mit dem Ehemann gemeinsam aussuchen. Oder die Männer können auf die Kinder aufpassen, wenn die Frauen etwas anprobieren.«

Großer Andrang in den Geschäften

»Es ist gut, dass es die Gewerkschaften gibt, aber wenn auch die Mitarbeiter in den Geschäften für den verkaufsoffenen Sonntag sind, sollte auch Verdi nichts dagegen haben«, meinte ihr Mann Klaus Eggebrecht zur Diskussion um die verkaufsoffenen Sonntage.

Bei Klingenthal standen die Kunden schon bald Schlange an der Kasse. »Wir sind froh um jeden Sonntag. Die Leute kommen gern, um entspannt zu bummeln«, sagte Ann-Christin Beil, stellvertretende Filialleiterin bei Klingenthal. Und das Wetter war auch nahezu ideal: kühl, aber trocken.

Wer noch nicht wusste, was in diesem Sommer in der Mode angesagt ist, konnte sich bei den drei Modenschauen Anreize holen. »Es wird bunter. Frische knallige Farben sind in. Die Mode macht in diesem Jahr richtig Spaß«, freute sich Melanie Averbeck vom Modegeschäft Min Skat während die Models auf dem grünen Teppich Hosen und Kleider präsentierten. Das I-Tüpfelchen dazu ist die richtige und vor allem große Sonnenbrille auf der Nase.

Minikicker in Höchstform

Während die Erwachsenen durch die Lange Straße schlenderten, rannten sich auf dem Marktplatz die Minikicker erneut die Lunge aus dem Leib und freuten sich beim großen Turnier auf kleinem Feld wie die Könige über jeden Treffer. Gekickt wurde dabei mit einem fair gehandelten Ball. Und wer geglaubt hat, eine Drehorgel gehört zu den verstaubten Stimmungsmachern, der kennt Ferdis Drehorgelorchester aus Duisburg noch nicht. Die fünf Musiker machten die B1 vor dem neuen Stadthaus zum »Highway to hell«. AC/DCs Kultsong war nicht die einzige Überraschung, die das Ensemble den Orgeln entlockte.

Zufriedene Gesichter auf allen Seiten

Applaus hatte zur Eröffnung des Festes Schirmherr und Europaparlamentarier Elmar Brok für seine flammende Rede pro Europa bekommen. Europa sei kein Einheitsbrei. Nur innerhalb Europas hätten Heimat und Identität eine Zukunft. »Gehen Sie zur Wahl und wählen Sie eine demokratische rechtsstaatliche pro-europäische Partei«, rief Brok den Festgästen zu und warnte vor Nationalismus, der immer Krieg bedeute.

»Salzkotten Marketing und die Geschäftsleute sind hochzufrieden. Die Besucherzahlen passten, das Konzept ist aufgegangen«, zog Bürgermeister Ulrich Berger zum Ende des Sälzerfestes eine positive Bilanz.

Somit wartet 2020 eine neue Herausforderung auf die Macher des ersten Salzkottener Stadtfestes im Jahresverlauf.

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