Salzkottener Familie gewinnt Namenswettbewerb und tauft junges Alpaka – mit Video
Pfiffig: Henriette fährt Bus

Salzkotten (WB). Das Kind hat endlich einen Namen: Auf Henriette hat die Familie Alt­rogge aus Salzkotten ein Alpaka-Fohlen auf dem Hof von Regina Ludwig und Bohuslav Svitek in Holsen getauft. Wenn Henriette künftig den roten Stadtbus an ihrer Wiese vorbeifahren sieht, dann kann sie ihrer Namensschwester zuzwinkern. Denn das Maskottchen des Linienbündels trägt künftig ebenfalls diesen Namen.

Montag, 01.04.2019, 18:43 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 18:46 Uhr
Auf den Namen Henriette haben Torsten Schreckenberg (Marketing Ostwestfalen-Lippe-Bus), Sarah, Tom, Tobias und Ulrike Altrogge sowie Regina Ludwig und Bohuslav Svitek das Alpaka-Fohlen getauft. Foto: Jörn Hannemann

Alpaka-Fohlen »Henriette« wirbt für Stadtbuslinie in Salzkotten

1/20
  • Alpaka-Fohlen »Henriette« wirbt für Stadtbuslinie in Salzkotten
Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann
  • Foto: Jörn Hannemann

Seit Sommer 2017 ist die Stadtbuslinie in Salzkotten und Büren am Start. Ein Alpaka wirbt seitdem als Maskottchen und Sympathieträger für das Linienbündel 12. Allerdings hatte es bisher keinen Namen. »Auf vielfachen Wunsch unserer Fahrgäste hatten wir Ende des vergangenen Jahres zu einem Namensfindungs-Gewinnspiel aufgerufen, an dem sich sehr viele Fahrgäste aus Büren und Salzkotten beteiligt haben«, erläutert Dr. Sigrun Richter vom Fahrgastmarketing der DB Regio in Münster. Die Vorschläge reichten von Salbü über Wölkchen bis hin zu Friedolin und Emmi.

Henriette ist scheu und klug

Die Wahl fiel nicht zuletzt auf Henriette, weil das im Sommer 2018 geborene Patenfohlen ein Mädchen ist. »Wir haben im Familienkreis verschiedene Namen ausprobiert, meistens längere«, erzählt Ulrike Altrogge, »schließlich gefiel uns Henriette am besten.« Die Salzkottener Familie hat damit einen Besuch auf einem Alpakahof im Sauerland gewonnen. Ihren Preis haben sich Ulrike Altrogge und ihre Kinder Tobias, Tom und Sarah jetzt in Holsen abgeholt und gleichzeitig Bekanntschaft mit Henriette gemacht. »Henriette ist ein kluges und pfiffiges Mädchen«, berichtet Besitzerin Regina Ludwig über das Fohlen, »wie alle Alpakas ist sie ein bisschen scheu, aber auch freundlich und gelassen.«

»Perfekte Eigenschaften für unser Maskottchen. Denn wer Bus fährt, kann nur pfiffig sein«, findet Dr. Sigrun Richter. Nachdem nun klar ist, dass die Sympathieträgerin des Linienbündels 12 eine junge Dame ist, hat sie auf Werbeplakaten ihr Aussehen ein bisschen verändert. Sie hat lange Wimpern und auch Lippenstift bekommen. Die Familie Altrogge hat »ihre« lebendige Henriette jedenfalls sofort ins Herz geschlossen. Auch das junge Alpaka lässt sich bereitwillig von Ulrike Altrogge mit einem kleinen Schuss Wasser auf seinen Namen taufen. An ihrer Seite bleibt aber stets die elfjährige Mutter Caprice. Anschließend dürfen beide ihr Leben als Weidetiere in der Holsener Feldflur weiter genießen.

Liebe auf den ersten Blick

Seit 2004 züchten Regina Ludwig und Bohuslav Svitek die kleinen Kamele. Vor Jahren hatten sie sich bei einem Spaziergang in einem Tierpark in die liebenswerten Tiere verliebt. Etwa 40 Huacaya Alpakas leben derzeit auf ihrem Hof.

Mit der Akzeptanz der Stadtbuslinie ist Torsten Schreckenberg von der BVO Busverkehr Ostwestfalen zufrieden. Die BVO wird noch bis 2024 hier Betriebsführer sein.

Nicht in den Griff zu bekommen ist allerdings die kuriose Preisgestaltung auf der Linie SK1 von Salzkotten nach Tudorf, die über Wewelsburg führt. Wer in Salzkotten in den Bus steigt und über Wewelsburg nach Tudorf möchte, zahlt 2,50 Euro. Wer nur bis Wewelsburg will, muss allerdings 5,20 Euro berappen. Bereits im Oktober 2017 hatte Rainer Wester vom Fahrgastverband auf den höheren Preis für die kürzere Strecke hingewiesen. Ursache dafür ist, dass der Bus durch zwei Städte und damit zwei Tarifgebiete fährt. Die DB Ostwestfalen-Lippe-Bus hatte daraufhin angekündigt, auf eine Preisanpassung hinzuwirken.

Kuriose Ticketpreise bleiben

»Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, aber da ist nichts zu machen«, sagte jetzt Dr. Sigrun Richter. Es scheitert offenbar an der Tarifgemeinschaft. Denn die DB Ostwestfalen-Lippe-Bus betreibt zwar die Buslinie, hat aber nicht die Tarifhoheit. »Die Versammlung der Verbundgemeinschaft Paderborn/Höxter hat unseren Antrag abgelehnt«, so Sigrun Richter. Sie empfiehlt Fahrgästen weiterhin den bewährten Trick, ein Ticket bis Tudorf zu kaufen und in Wewelsburg auf halber Strecke einfach auszusteigen.

Insgesamt könnten die Stadtbuslinien Salzkotten und Büren noch besser ausgelastet sein, so Richter. Meistens liege dies an der Preisgestaltung, für die aber nicht die BVO verantwortlich sei. Neben zahlreichen Schülern gebe es vor allem die Fahrgastgruppe 60plus. »Für sie hat der Westfalentarif ein sehr attraktives Ticketangebot und zwar das 60plusAbo«, verweist Richter auf Zuwächse in diesem Segment. Sonderverkehre zu Festen wie zum Sälzerfest oder zur Bürener Kneipennacht sollen auch weiterhin für die Stadtbusse werben.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6512362?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851069%2F
Vereinzelt illegale Corona-Atteste
Symbolbild. Wo eine Maskenpflicht gilt, kann der jeweilige Hausherr entscheiden, ob er Atteste zur Maskenbefreiung anerkennt. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker