Villa Sonnenschein in Salzkotten im Sommer fertig – zwei weitere Häuser geplant Richtfest mit Blick nach vorn

Salzkotten (WV). Gerade erst weht der Richtkranz über der Villa Sonnenschein in der Bäckerstraße in Salzkotten, da hat Investor Jörg Schlune schon die nächsten Projekte im Blick. In Delbrück und gegenüber des Salzkottener Krankenhauses werden baugleiche Häuser für an Demenz erkrankte Menschen entstehen.

Von Marion Neesen
Pia Engemann (Geschäftsführerin Alter-nativ Wohnen Gelsenkirchen), Jörg Schlune, Markus Keuper und Bürgermeister Ulrich Berger beim Richtfest an der Villa Sonnenschein. Im Sommer sollen die Bewohner in die Wohngemeinschaften für Senioren einziehen.
Pia Engemann (Geschäftsführerin Alter-nativ Wohnen Gelsenkirchen), Jörg Schlune, Markus Keuper und Bürgermeister Ulrich Berger beim Richtfest an der Villa Sonnenschein. Im Sommer sollen die Bewohner in die Wohngemeinschaften für Senioren einziehen. Foto: Marion Neesen

»Nach dem ersten Spatenstich im vergangenen Sommer hat das Projekt eine unglaubliche Eigendynamik bekommen«, sagt der Salzkottener Bauunternehmer. Die Nachfrage sei so groß gewesen, dass die Betreiber eindringlich um weitere Häuser gebeten hätten.

So soll in Delbrück bereits im März Baubeginn sein, in Salzkotten in etwa sieben Monaten. »In Delbrück haben wir das städtebauliche Einvernehmen noch nicht, für Salzkotten liegt es vor«, so Projektmanager Engelbert Triesch.

Baugleiches Haus gegenüber des

Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatten die Investoren Schlune und Schaub Pläne für einen dreigeschossigen Bau mit Staffelgeschoss dem Salzkottener Bauausschuss vorgelegt. Der hatte allerdings zunächst abgelehnt, weil ihm das Gebäude zu wuchtig erschien. Nun soll an der Dr.-Krismann-Straße gegenüber des St.-Josefs-Krankenhauses ein baugleiches Haus wie in der Bäckerstraße entstehen.

Dort wurde am Freitag nach fünf Monaten reiner Bauzeit Richtfest gefeiert. Direkt neben dem Hedercenter entstehen vier Wohngemeinschaften für jeweils sechs Mieter und drei Penthousewohnungen. Dabei wird eine weitgehend selbstbestimmte Lebensform in Wohngemeinschaften für durch Demenz veränderte Menschen angestrebt. Mieter und Betreiber ist die Alter-nativ Wohnen GmbH (ANW) mit Geschäftsführerin Pia Engemann.

25 neue Mitbürger und mehr als zehn neue Arbeitsplätze

»Mit diesem Haus speziell für Demenz-Erkrankte erweitern wir in Salzkotten das Pflegeangebot und stellen gleichzeitig sicher, dass mit unserem Modell der bezahlbaren Mieten und der individuellen Pflegepakete die Betreuung auch bei kleinem Einkommen zum Tragen kommt«, so Schlune.

Bürgermeister Ulrich Berger lobte beim Richtfest den Grundsatz »Gemeinsam nicht einsam« der Betreiber. Menschen mit Handicap werde im Herzen der Stadt Salzkotten die Möglichkeit gegeben, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Neben etwa 25 neuen Mitbürgern freute er sich über mehr als zehn neue Arbeitsplätze. »Die Villa Sonnenschein ist also in mehrfacher Hinsicht ein Glücksfall für Salzkotten«, sagte Berger.

Wohngemeinschaft mit persönlichem Rückzugsort

»In einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Senioren leben bei uns meist sechs bis acht Personen in einer großen Wohnung zusammen«, erläuterte Pia Engemann die Wohnform. Jeder Mieter habe seinen persönlichen Rückzugsort. Wohnzimmer, Küche und Garten werden gemeinsam genutzt. In Salzkotten sind die Wohnungen für vier bis sechs Personen ausgelegt. Die ANW betreibt in NRW 20 ähnliche Projekte. Die Villa Sonnenschein ist bereits komplett belegt.

Den Richtkranz durfte am Freitag Joelle Schlune, die auch den Namen für das Haus ausgesucht hatte, nach dem Richtspruch von Markus Keuper aufziehen. Insgesamt zwei Millionen Euro kostet der Neubau in der Bäckerstraße, an dem vorwiegend heimische Handwerker mitarbeiten. Im Sommer soll die Villa Sonnenschein bezugsfertig sein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6313056?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851069%2F