Im Technologiezentrum Lichtenau bringt Glasfaser Internet in jedes Büro Schneller geht’s nicht

Lichtenau (WB/han). Über den Gold-Standard in Sachen Internetversorgung können sich seit einigen Tagen die Mieter im Lichtenauer Technologiezentrum freuen. Glasfaserkabel bringen schnelles Internet nicht »nur« bis aufs Grundstück, sondern buchstäblich bis an jeden Schreibtisch der 35 Büros.

Glasfaserkabel bringen jetzt schnelles Internet ins Gewerbegebiet Leihbühl in der Lichtenauer Kernstadt. Darüber freuen sich (von links): Miriam Günther und Herbert Pennig (beide Stadt Lichtenau), Bürgermeister Josef Hartmann, Josef Breuers und Karl-Heinz Rempe (beide Telekom) sowie Jörg Altemeier, Geschäftsführer des Technologiezentrums.
Glasfaserkabel bringen jetzt schnelles Internet ins Gewerbegebiet Leihbühl in der Lichtenauer Kernstadt. Darüber freuen sich (von links): Miriam Günther und Herbert Pennig (beide Stadt Lichtenau), Bürgermeister Josef Hartmann, Josef Breuers und Karl-Heinz Rempe (beide Telekom) sowie Jörg Altemeier, Geschäftsführer des Technologiezentrums. Foto: Hanne Hagelgans

Bürgermeister Josef Hartmann freut sich, dass nun auch das große Gewerbegebiet Leihbühl endlich an die Datenautobahn angeschlossen ist. Er betont, dass Lichtenau mit dem Projekt eine Pionierrolle einnimmt. Denn die Stadt hat für das entsprechende Landes-Förderprogramm für die Breitbandversorgung von Gewerbegebieten den ersten Förderantrag landesweit gestellt.

Verbesserung im Arbeitsalltag

Bis an die Grundstücksgrenzen hat die Telekom am Leihbühl in den vergangenen Monaten die Glasfaserkabel verlegt. Gefördert wurde das vom Land mit 109.504 Euro bei einer Gesamtinvestition von 136.880 Euro. Für einen Pauschalpreis von 599 Euro können nun die Grundstücksbesitzer die Kabel bis in ihre Gebäude weiter ziehen lassen und anschließend mit der Höchstgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein.

Ein Privatkunde, erläutert Diplom-Ingenieur Josef Breuers von der Telekom, reize solche Bandbreiten selbst bei gleichzeitiger Internet-Telefonie, Video-Streaming und dem normalen Surfen meist gar nicht aus. Für Unternehmen, die große Datenmengen hochladen und versenden müssten, seien sie aber eine enorme Verbesserung im Arbeitsalltag.

Standortfaktor

Und genau darauf haben viele Unternehmer im Gewerbegebiet schon lange gewartet. Wobei die Stadt im Technologiezentrum noch einen Schritt weiter gegangen ist und das Glasfaserkabel tatsächlich bis in jedes einzelne Büro hat legen lassen.

»Durch den Ausbau wird der Standort gestärkt und das Technologiezentrum bietet jetzt neben der Nähe zur Universität Paderborn, günstigen Mieten durch Niedrigenergiebauweise und eine hervorragende Anbindung ab sofort auch ein leistungsfähiges Glasfasernetz als weiteren wichtigen Standortfaktor für junge, technologie- und zukunftsorientierte Unternehmen«, freut sich Geschäftsführer Jörg Altemeier.

Innogy Telnet erhält Zuschlag

Ohnehin, betont Bürgermeister Josef Hartmann, solle es bald gar keine »weißen Flecken« in der Internetversorgung im Stadtgebiet mehr geben. Der Ausbau in den Gewerbegebieten in Atteln und Kleinenberg sei abgeschlossen. Auch die kleinen Ortsteile seien inzwischen mit Hilfe eines Förderprogramms mit schnellem Internet versorgt. Wo es möglich gewesen sei, seien dazu übrigens die Leitungen der Windkraftanlagen einbezogen worden.

Und auch für die noch verbliebenen Sorgenkinder Kernstadt und Altenautal sei inzwischen eine Lösung gefunden. Weil es dort, anders als in den kleinen Dörfern, keine Wirtschaftlichkeitslücke gibt, muss der Ausbau ohne ein Förderprogramm erfolgen. Das Unternehmen Innogy Telnet, das mit der Telekom kooperiert, hat für diese Aufgabe den Zuschlag von der Bundesnetzagentur bekommen.

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