Carixanlage aus Salzkotten geht im Dezember ans Netz Bald wird’s weicher

Salzkotten (WB). Der Termin steht. Am Sonntag, 9. Dezember, wird die neue Carixanlage am Wasserwerk Salzkotten offiziell mit einem Tag der offenen Tür in Betrieb genommen. Alle Arbeiten liegen im Zeitplan, über den Winter sind die Handwerker gut vorangekommen.

Von Marion Neesen
Am Habringhauserweg neben dem Wasserwerk gehen die Arbeiten planmäßig voran. Der Rohbau steht, und auch im Gebäude haben die Handwerker schon einiges erledigt. Spannend wird es noch einmal, wenn Wasserwerk und Carixanlage verbunden werden.
Am Habringhauserweg neben dem Wasserwerk gehen die Arbeiten planmäßig voran. Der Rohbau steht, und auch im Gebäude haben die Handwerker schon einiges erledigt. Spannend wird es noch einmal, wenn Wasserwerk und Carixanlage verbunden werden. Foto: Besim Mazhiqi

Ende des Jahres bekommen dann alle Salzkottener Bürger das lang ersehnte weiche Wasser. »Wir können außerdem die prognostizierte Gebührenerhöhung für das Trinkwasser um 35 Cent einhalten. Die kalkulierten Kosten für die Anlage werden nicht überzogen«, kann Stadtwerkeleiter Ludwig Bewermeier berichten. Bevor die Wasseraufbereitungsanlage, die den Härtegrad von 21 auf 12 Grad Deutscher Härte per Ionenaustausch reduzieren wird, ans Netz geht, soll sie zuvor im November eingefahren werden.

Inzwischen sind die Rohbauarbeiten am Habringhauserweg neben dem Wasserwerk abgeschlossen. Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten konnten kurz nach Weihnachten erledigt werden. Danach wurde das Gebäude beheizt, so dass der Estrich gegossen, Fliesen gelegt und die Wände gestrichen werden konnten. Ebenso wurden drei Wasserbehälter im Keller mit Kunststoff abgedichtet. »Im Moment wird die Verrohrung installiert, danach können die Elektroarbeiten beginnen«, erläutert Ludwig Bewermeier. Im Sommer soll die Verbindung zwischen der Carixanlage und dem Wasserwerk hergestellt werden. Es folgt die Verknüpfung der Steuerung, die Schaltwarte des Wasserwerks wird an die neue Wasseraufbereitungsanlage angeschlossen.

Sowohl die Kernstadt als auch alle Ortsteile sollen mit dem weichen Wasser versorgt werden; auch alle Kunden in Scharmede. Einige Bürger beziehen dort aufgrund der schwierigen Druckverhältnisse ihr Wasser aus der Boker Heide. Mit einer kleinen Anlage (37.000 Euro), die Ende des Jahres südlich der Eschenstraße im Bereich Klosterweg noch errichtet wird, soll eine Druckerhöhung erreicht werden.

Mit der Entkalkung des Wassers wird eine Reduzierung der Chlorid- und Nitratwerte von 150 auf 120 sowie von 30 auf 21 Milligramm pro Liter einhergehen.

Die Carixanlage kostet rund 3,6 Millionen Euro. Die nächste große Investition in die Qualität des Sälzer Wassers steht bereits an. Am Abwasserwerk an der Krewetstraße in Verne wird die vierte Reinigungsstufe, die kleinste Plastikpartikel und Medikamentenrückstände aus dem Wasser filtert, vorbereitet. Sie kostet 4,8 Millionen Euro und wird mit 3,3 Millionen Euro bezuschusst.

Die Kommunalpolitiker haben den Bau der Anlage bereits beschlossen, »jetzt gehen wir in die weitere Planung und Projektierung«, sagt Ludwig Bewermeier. Im Herbst 2021 soll die vierte Reinigungsstufe in Betrieb gehen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.