Im August nimmt neue Kita ihren Betrieb auf – heilpädagogische Gruppe für den Südkreis Inklusives Konzept kommt gut an

Salzkotten (WB). Neben dem Krankenhaus St. Josef in Salzkotten entsteht seit November eine Kindertagesstätte mit einem besonderen inklusiven heilpädagogischen Konzept. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres wird die Kita an der Dr.-Krismann-Straße die Arbeit aufnehmen. Schon seit einigen Wochen weiß die zukünftige Leiterin Mechtild Schulte-Hengesbach, dass ein großer Teil der Plätze belegt sein wird. Es gibt dauerhaft Bedarf an Kita-Plätzen in Salzkotten.

Friedhelm Hake, Mechtild Schulte-Hengesbach, Bauherr Dominik Schulte, Karl-Heinz Wiegard von der kooperierenden heilpädagogischen Kindertagesstätte St. Christophorus in Sennelager und Stefanie Erlen und Theo Stratmann vom Architekturbüro »puls + stratmann« (von links) an der Baustelle in der Dr.-Krismann-Straße.
Friedhelm Hake, Mechtild Schulte-Hengesbach, Bauherr Dominik Schulte, Karl-Heinz Wiegard von der kooperierenden heilpädagogischen Kindertagesstätte St. Christophorus in Sennelager und Stefanie Erlen und Theo Stratmann vom Architekturbüro »puls + stratmann« (von links) an der Baustelle in der Dr.-Krismann-Straße.

Im ersten Kindergartenjahr wird die neue Einrichtung 34 Kinder aufnehmen. In drei Gruppen liegt der Schwerpunkt auf Kindern unter drei Jahren. Die vierte Gruppe mit zehn Kindern ist heilpädagogisch ausgerichtet und nimmt Kinder aus dem gesamten südlichen Kreis Paderborn auf.

Einrichtungen arbeiten eng zusammen

Wie gut das inklusive Miteinander heilpädagogischer Gruppen und Regelgruppen funktioniert, hat Mechtild Schulte-Hengesbach in der heilpädagogischen Kindertagesstätte St. Christophorus in Sennelager erlebt. Dort ist sie zurzeit noch stellvertretende Leiterin. Die Einrichtungen werden eng zusammenarbeiten. So wird auch das Therapeutenteam wechselweise in Salzkotten und in Sennelager arbeiten.

Der Caritasverband Paderborn als Träger der Kita verfolgt ein inklusives Konzept. Neben der heilpädagogischen Gruppe zieht eine Außenstelle der Interdisziplinären Frühförderung der Caritas in das Haus. Das eingeschossige Gebäude ist barrierefrei gestaltet. Jeder Gruppenraum hat einen Ausgang zum großen Spielgelände. Dieses inklusive Konzept hat auch die Bauherren überzeugt. Die Unternehmerfamilie Schulte errichtet die Kita in unmittelbarer Nachbarschaft ihrer Firmen Condor und HJS. »Die Familie Schulte hat uns von Anfang an unterstützt«, sagt Caritas-Bereichsleiter Friedhelm Hake, »wir freuen uns, dass wir in Salzkotten so engagierte und innovative Partner gefunden haben, die die Idee einer integrativen Einrichtung in ihre Firmenphilosophie integrieren.«

Wohnortnahe Versorgung

Von August an haben Kinder aus Bad Wünnenberg oder Büren, die die heilpädagogische Gruppe besuchen und bislang noch bis nach Sennelager fahren müssen, einen wesentlich kürzeren Weg. »Das war eine wichtige Motivation für uns, einen weiteren Standort neben Sennelager zu suchen. Die wohnortnähere Versorgung ist für die Kinder ein Gewinn«, sagt Friedhelm Hake. Die Standortwahl stieß beim Kreis Paderborn und dem Landschaftsverband auf Entgegenkommen. Ohne die besondere Unterstützung durch die Stadt Salzkotten wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Für das achtköpfige Team der neuen Kita musste sich die Caritas durch einen großen Berg von Bewerbungen wühlen. »Das Interesse war groß, trotz des akuten Fachkräftemangels bei Erziehern«, sagt Mechtild Schulte-Hengesbach, »offensichtlich hat das Konzept viele überzeugt.«

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