Beliebtes Angebot der Seniorenbildung in Salzkotten feiert Fünfjähriges Einfach mal erzählen

Salzkotten (WB/sh). Fünf Jahre Erzählcafé am Morgen in Salzkotten: Aus gutem Grund wurde dieses Ereignis jetzt in der Stadtbibliothek gefeiert. Denn die Veranstaltung ist beliebt. Während der vergangenen fünf Jahre wurden 37 Treffen mit insgesamt 552 Teilnehmerinnen und Teilnehmern organisiert.

Beim kleinen Jubiläum bedankten sich Markus Krick, stellvertretender Leiter der Volkshochschule (vorn rechts), Heinz Kindermann vom Förderverein (hinten 2. von links) und Maria Breuer, Leiterin der Stadtbibliothek (vorn 2. von links), bei den Dozentinnen Gisela Buschmeier und Dr. Margarita Hense (vorn Mitte) für die gelungene Seniorenarbeit in der Erwachsenenbildung.
Beim kleinen Jubiläum bedankten sich Markus Krick, stellvertretender Leiter der Volkshochschule (vorn rechts), Heinz Kindermann vom Förderverein (hinten 2. von links) und Maria Breuer, Leiterin der Stadtbibliothek (vorn 2. von links), bei den Dozentinnen Gisela Buschmeier und Dr. Margarita Hense (vorn Mitte) für die gelungene Seniorenarbeit in der Erwachsenenbildung. Foto: Steines

Das Erzählcafé ist ein Angebot in der Seniorenbildung und richtet sich an Menschen der Altersgruppe 55plus mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Lebensgeschichten und ist zudem nicht milieuspezifisch orientiert.

Auftakt war am 30. Januar 2013, als zur anschließend üblichen Zeit von 9 bis 11 Uhr mit kurzer Kaffeepause das erste Erzählcafé in der Stadtbibliothek Salzkotten ausgerichtet wurde. Veranstalter war die Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek.

Die Zusammenkünfte stehen jeweils unter einem bestimmten Thema. Bei der Premiere hieß der Titel »Jeder ist seines Glückes Schmied«. Geleitet wurde die Kaffeerunde mit Unterhaltungswert von den beiden Ideengeberinnen Gisela Buschmeier und Dr. Margarita Hense, die anschließend auch alle Veranstaltungen als Dozentinnen begleiteten.

Das Angebot wurde im ersten Jahr finanziell von der Bürgerstiftung der Stadt Salzkotten unterstützt. Danach übernahm der Förderverein der Stadtbibliothek die finanzielle Förderung der beliebten Veranstaltungen, die bisher gebührenfrei angeboten werden konnten.

Bei allen bisherigen Treffen stand das Erzählen im Mittelpunkt. Das miteinander Reden, Nachdenken, Lachen oder Singen als Elemente zu festgelegten Themen förderten stets ein wohltuendes Gemeinschaftserlebnis.

Ein besonderer Höhepunkt besteht darin, dass drei Teilnehmer aus der Gruppe zum jeweiligen Thema einen schriftlichen Beitrag mitbringen, ihn der Gruppe vorlesen und dadurch die Zusammenkunft bereichern.

Während der kleinen Jubiläumsfeier standen Erinnerungen im Mittelpunkt. Dabei berichtete Magdalena Fründt, wie in ihrer Jugendzeit in der Salzkottener Altstadt gelebt und getratscht wurde und wie sich die Salzkottener gegenseitig oft geholfen haben.

Heinrich Claes, früherer Archivar der Stadt Salzkotten, berichtete von spannenden Kindheitserinnerungen in Paderborn. Selbst für eingefleischte Sälzer waren die Erzählungen von Hans Wiechers mehr als spannend. Er wohnt in der Schwedenschanze hinter dem Thüler Tor. Dort sollen die Schweden unter Führung von Generalfeldmarschall Dodo zu Innhausen und Knyphausen 1633 gelagert haben, ehe sie in der Thomasnacht Salzkotten zerstörten. Dies sei damals nach alten Waffenfunden bei Ausschachtungsarbeiten dokumentiert worden. Im Volksmund hieß es bisher, dass die Truppen des Tollen Christian an der Verna Burg gelagert hätten.

Das nächste Erzählcafé am Morgen ist für den 7. März (9 bis 11 Uhr) geplant. An diesem Morgen wird es um Bäume und Menschen gehen.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der VHS.

www.vhs-vor-ort.de

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