Svetlana Steinbach bringt Drillinge ohne Kaiserschnitt zur Welt Das Dreifachwunder

Paderborn/Salzkotten (WB). In der Paderborner Frauen- und Kinderklinik St. Louise gibt es einen außergewöhnlichen Jahresabschluss 2017 in der Geburtshilfe: Zum fünften Mal hat das Geburtshilfeteam der Frauen- und Kinderklinik St. Louise Drillinge auf natürlichem Wege auf die Welt geholt.

Svetlana Steinbach aus Salzkotten hat in der Paderborner Frauen- und Kinderklinik St. Louise Drillinge zur Welt gebracht. Sie und ihr Mann Artur freuen sich mit Dr. Frank Dohle, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Christine Schmücker, Leitende Oberärztin der Geburtshilfe, Michaela Kretzschmar, Stationsleitung der K4 und Kinderkrankenschwester Patricia Fahle über die natürliche Geburt.
Svetlana Steinbach aus Salzkotten hat in der Paderborner Frauen- und Kinderklinik St. Louise Drillinge zur Welt gebracht. Sie und ihr Mann Artur freuen sich mit Dr. Frank Dohle, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Christine Schmücker, Leitende Oberärztin der Geburtshilfe, Michaela Kretzschmar, Stationsleitung der K4 und Kinderkrankenschwester Patricia Fahle über die natürliche Geburt. Foto: Paderborner Frauen- und Kinderklinik St. Louise

Das ist deutschlandweit außerordentlich selten. Erstmals hatte das Team der St.-Vincenz-Geburtshilfe im November 2015 eine natürliche Drillingsgeburt begleitet. Nach der gelungenen Premiere folgten im vergangenen Jahr drei weitere. Am 6. Dezember folgte die Geburt von Marie (2.35 Uhr), Philipp (2.58 Uhr) und Henrik (3.06 Uhr) Steinbach aus Salzkotten. Auch sie kamen ohne Kaiserschnitt auf die Welt, teilte die Klinik am Donnerstag mit.

Wille der Mutter ist entscheidend

»Wichtigste Voraussetzung für eine solche Geburt ist der unbedingte Wille der Mutter, die drei Kinder auf natürlichem Wege zu entbinden«, betont Christine Schmücker, Leitende Oberärztin der Geburtshilfe, die die Drillingsgeburten begleitet hat. Das erfordere sehr viel persönliches Engagement im Vorfeld, um das Vertrauen zur Klinik und zum Team aufzubauen.

Drillingsgeburten erfordern viele helfende Hände

Logistisch sei eine solche Drillingsgeburt eine echte Herausforderung für die Klinik. So stünden nicht nur im Kreißsaal, sondern auch für die Versorgung der Kinder nach der Geburt viele Mitarbeiter bereit, um im Notfall sofort handeln zu können: zwei Hebammen, zwei bis drei gynäkologische Ärzte, mindestens zwei Kinderärzte sowie zwei bis drei Kinderkrankenschwestern, die für diese Drillingsgeburt eingeplant seien.

»Eine solche Drillingsgeburt ist für uns eine positive Herausforderung. Eine sehr gute Kommunikation und Vorbereitung ist notwendig, denn wir müssen immer davon ausgehen, dass schnelles Eingreifen erforderlich werden könnte. Für unser Team ist es immer eine besondere Freude, wenn wir Drillinge bei ihrem Start in das Leben begleiten können«, ergänzt Dr. Frank Dohle, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und verantwortlich für die Frühgeborenstation. Möglich sei dies nur durch eine enge Zusammenarbeit der Geburtshilfe und der Kinderklinik.

Drillinge sind wohlauf

Bei den jüngsten Drillingseltern, Svetlana und Artur Steinbach, kam diese enge Zusammenarbeit bestens an und sorgte für das notwendige Vertrauen in das Expertenteam. Der Mutter und den drei Neugeborenen geht es nach Klinik-Angaben gut. Die Drillinge kamen in der 35. Schwangerschaftswoche als späte Frühgeborene mit Geburtsgewichten zwischen 1670 und 2460 Gramm und einer Größe von 44 und 45 Zentimetern zur Welt. Christine Schmücker rechnet damit, dass die Kinder bis Silvester bei ihrer Familie zu Hause sein werden. Alle drei Kinder seien »absolut stabil«.

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