Staatssekretärin Andrea Milz überbringt Förderbescheid und diskutiert mit Sportvertretern aus Paderborn über Öffnungsschritte
Fast 60.000 Euro für DLRG-Ortsgruppe

Paderborn -

Die DLRG-Ortsgruppe Paderborn erhält 59.350 Euro Fördermittel vom Land NRW zur Sanierung der Rettungsstation am Lippesee. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, hat am Mittwoch den Förderbescheid an die Ortsgruppe über­geben. Der Paderborner Verein sei der 2000. Sportverein in NRW, der im Zuge des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ von einer Förderung profitiere, teilte das Land NRW mit.

Donnerstag, 22.04.2021, 18:02 Uhr
Staatssekretärin Andrea Milz überreicht der DLRG-Ortsgruppe einen Scheck über 59.350 Euro. Darüber freuen sich (von links) Timo Brockmeier (stellvertretender Jugendvertreter), CDU-Landtagsabgeordneter Bernd Hoppe-Biermeyer, Pierre Rojhan (Vorsitzender DLRG Paderborn) und Pascal Kleibrink (Rettungshelfer und Einsatztaucher) Foto: Oliver Schwabe

Für die DLRG-Ortsgruppe ist die Station die zentrale Schaltstelle zur Organisation der Einsätze, des Trainings und zur Ausbildung. Dort werden auch Schulungen organisiert. „An diesem Beispiel der Arbeit der DLRG ist sehr gut die Verbindung von Sport und Ehrenamt zu erkennen. Hier wird durch unser Sportstättenprogramm ‚Moderne Sportstätte 2022‘ für Not­situationen vorgesorgt. Wir unterstützen das Engagement der DLRG mit der Modernisierung ihrer Rettungswache. Das hilft dem Sport und allen, die sicher schwimmen wollen“, sagte Staatssekretärin Milz bei der Übergabe des Förderbescheids in Paderborn.

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. 300 Millionen Euro stehen dafür insgesamt zur Verfügung.

Am Mittwochabend besuchte die Staatssekretärin noch den Ahorn-Sportpark, wo sie auch von Vertretern des Kreissportbundes empfangen wurde. Ebenfalls zu Besuch in Paderborn war Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW. Landrat Christoph Rüther, Bürgermeister Michael Dreier und Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer begrüßten die beiden im Ahorn-Sportpark. Die fortschrittlichsten Regionen in NRW lägen im ländlichen Raum, betonte Milz. „Paderborn bietet einen abgegrenzten Bereich für den Sport als eigenen Wert. Ich freue mich schon darauf, wenn der Inzidenzwert unter 100 liegt und wir sagen können: Feuer frei, Paderborn“, sagte Milz. Sie freue sich auf den Start des Modellprojekts Sport.

Bürgermeister Michael Dreier überreicht Staatssekretärin Andrea Milz eine Erinnerung an die Sportstadt Paderborn. Ebenfalls auf dem Foto (von links) Kreissportbund-Präsident Diethelm Krause, Ahorn-Sportpark-Geschäftsführer Ralf Pahlsmeier, Landrat Christoph Rüther, Bernhard Hoppe-Biermeyer (Sprecher der Stadt- und Gemeindesportverbände) und LSB-Präsident Stefan Klett.

Bürgermeister Michael Dreier überreicht Staatssekretärin Andrea Milz eine Erinnerung an die Sportstadt Paderborn. Ebenfalls auf dem Foto (von links) Kreissportbund-Präsident Diethelm Krause, Ahorn-Sportpark-Geschäftsführer Ralf Pahlsmeier, Landrat Christoph Rüther, Bernhard Hoppe-Biermeyer (Sprecher der Stadt- und Gemeindesportverbände) und LSB-Präsident Stefan Klett. Foto: Thorsten Hennig

Auch Landrat Christoph Rüther und Bürgermeister Michael Dreier drückten bei der anschließenden Hybridveranstaltung des Kreissportbundes ihre Freude über den Zuschlag aus. „In unserer einzigartigen Einrichtung in Paderborn, dem Ahorn-Sportpark, können wir 30 Sportarten einbinden. So ist es uns möglich, alle Generationen, alle Menschen und Familien in Bewegung zu bringen“, sagte Dreier. Rüther bedankte sich noch einmal bei allen beteiligten Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit und richtete seinen Dank auch in Richtung der Sportler, Sportvereine und Verbände: „Es ist wichtig, auch gerade jetzt, in Bewegung zu bleiben und Kontakt zu halten. Vielen Dank für die hervorragende Arbeit, die Sie tagtäglich in Ihren Vereinen leisten.“

Im Mittelpunkt der digitalen Diskussionsrunde, an der außer Staatssekretärin Milz und LSB-Präsident Klett auch Kreissportbund-Präsident Diethelm Krause und der Sprecher der Stadt- und Gemeindesportverbände, Bernhard Hoppe-Biermeyer, teilnahmen, sollten die Vertreter aus dem Sport stehen. Eine Perspektive für die weiteren Öffnungsschritte des organisierten Sports brannte allen Anwesenden unter den Nägeln. Milz betonte: „Wir können aufgrund des dynamischen Pandemiegeschehens nicht sagen, bei welchen Inzidenzwerten welcher Bereich geöffnet wird. Auf Wunsch aller Minister haben wir Kinder und Jugendliche im Bereich Sport bevorzugt, sodass ihnen die gemeinsame Bewegung draußen möglich ist. Wir erhoffen uns nun mehr Erkenntnisse von den Testungen, der digitalen Kontaktnachverfolgung und der Modellregion Paderborn.“ Es sei wichtig, dass der organisierte Sport deutliche Signale setzt. „Denn der Sport ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Wir setzen uns nun dafür ein, den Sport für Kinder und Jugendliche auch im Infektionsschutzgesetz des Bundes zu verankern“, versprach LSB-Präsident Klett.

„Das Virus ist nicht fair. Studien haben gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr draußen geringer ist als drinnen. Daher ist momentan der Sport nur draußen möglich. Eine Perspektive, wie er auch drinnen wieder durchgeführt werden kann, soll das Modellprojekt zeigen“, ergänzte Bernhard Hoppe-Biermeyer, der auch Sportausschussvorsitzender im Landtag ist.

In der Altersgruppe der 0- bis 6-jährigen sei im Kreis Paderborn ein Mitgliederrückgang von fast 19 Prozent verzeichnet worden. Ein alarmierender Wert, da 80 Prozent dieser Altersgruppe laut des vierten deutschen Kinder- und Jugendsportberichts nicht die empfohlene Bewegungszeit von mindestens 60 Minuten am Tag erreicht. Eine weitere Herausforderung sei die Reaktivierung der Ehrenamtlichen, sagte KSB-Präsident Krause.

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