ARD-Börsenexperte Markus Gürne spricht vor 900 Kunden der Verbund-Volksbank OWL
Bei Finanzbildung Risiken minimieren

Paderborn -

Wer regelmäßig in der ARD die Tagesschau sieht, kennt wohl auch Markus Gürne. Der ARD-Börsenexperte ist eines der Gesichter der Sendung „Börse vor Acht“. Jetzt trat Markus Gürne als Experte bei der Verbund-Volksbank OWL vor 900

Dienstag, 06.04.2021, 20:22 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 07:12 Uhr
Moderatorin Julia Ures (links) und Volksbank-Vorstandsmitglied Ina Kreimer mit Börsenexperte Markus Gürne. Foto: Volksbank

Begrüßt wurde er bei der Live-Stream-Veranstaltung von Vorstandsmitglied Ina Kreimer. Das Thema seines Vortrags lautete „Europas Rolle in einer veränderten Welt“. Darüber hinaus ging er auf die Aspekte Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie auf die Situation an den Finanzmärkten ein. Im Anschluss erläuterte Ina Kreimer die Entwicklungen in Ostwestfalen-Lippe und an den Kapitalmärkten.

Ich möchte Sie einladen, einmal über den Tellerrand hinauszublicken und eine neue Perspektive einzunehmen.

Markus Gürne

„Ich möchte Sie einladen, einmal über den Tellerrand hinauszublicken und eine neue Perspektive einzunehmen“, betonte Markus Gürne zu Beginn seines Vortrages. Er erörterte die komplexen globalen Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und den Finanzmärkten. Mit Blick auf das Weltgeschehen seien Amerika und China laut dem ehemaligen Auslandskorrespondenten aktuell die beiden Hauptakteure. Beide Staaten würden versuchen, ihre Weltmachtstellung auszubauen oder zu erlangen.

Die Macht Chinas verdeutlichte der Experte auch am Beispiel des prestigeträchtigen Projekts der „Neuen Seidenstraße“, die in Duisburg ihr Ende findet. Europa nehme in diesem Projekt höchstens die Rolle eines „Junior-Partners“ ein. „75 Prozent der Unternehmen, die die ‚Neue Seidenstraße‘ vorantreiben, kommen aus China. Europäische Unternehmen werden nur eingebunden, wenn sie einen chinesischen Partner an ihrer Seite haben. Auf Augenhöhe bewegt sich dort somit wenig.“ Gleichwohl hob Gürne hervor: „Unser Wohlstand in Deutschland ist so eng verbunden mit dem in China wie nie zuvor.“

Mit Blick auf Europa stelle sich die Frage, welche wirtschaftliche Rolle der Kontinent zukünftig im Weltgeschehen spiele und inwiefern die drei zentralen Werte Frieden, Freiheit und Sicherheit weiter erhalten werden können. Generell ist Gürne von der Stärke Europas überzeugt, „wenn wir uns mehr auf das besinnen, was uns eint, und nicht auf das, was uns trennt!“ Eine Besonderheit Europas liege in der ausgeprägten Kaufkraft, die laut Gürne „nirgendwo in der Welt so groß ist“. Die Wirtschaftskrise bezeichnete Gürne aber als Feuer, die an unterschiedlichen Stellen ausgebrochen seien. Die Notenbanken nehmen dabei die Rolle der Feuerwachen ein, um die Feuer zu löschen.

Finanzbildung bedeutet vor allem eins: Risiken zu minimieren.

Markus Gürne

Die Nullzinspolitik belaste aktuell nicht nur regionale Banken und die Kunden, sondern auch die Europäische Zentralbank. Markus Gürne erläuterte: „Ich bin ja mit der kleinen Sendung ‚Börse vor Acht‘ ein großer Freund davon, Finanzbildung zu betreiben. Und Finanzbildung bedeutet vor allem eins: Risiken zu minimieren.“

Ina Kreimer betonte zudem: „Wir alle leben in einer soliden, nachhaltigen und stabilen Wirtschaftsregion.“ Darüber hinaus thematisierte sie den Aspekt der Nachhaltigkeit und die Bedeutung der Geldanlage in Wertpapieren in zinslosen Zeiten. „Wir als Genossenschaftsbank haben Nachhaltigkeit quasi in unserer DNA – sowohl mit Blick auf unser Geschäftsmodell als auch bei den Gestaltungsmöglichkeiten der Geldanlage.“

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