Bislang keine Verstoße in Paderborn festgestellt – Teile der Szene nach Dortmund verlagert
„Carfreitag“: massive Polizeikontrollen in NRW-Städten

Paderborn/Dortmund/Düsseldorf (dpa) -

Mit verstärktem Polizeieinsatz haben sich vor allem die Städte Düsseldorf, Köln, Dortmund und Paderborn gegen Autotuner in Stellung gebracht. Am Karfreitag, den die Tuner- und Poser-Szene seit Jahren zu einem „Carfreitag“ umgewidmet hat, gab es an den einschlägigen Treffpunkten in den Innenstädten massive Kontrollen. Paderborn hatte per Allgemeinverfügung ein Verbot von Treffen im gesamten Stadtgebiet erlassen.

Freitag, 02.04.2021, 17:44 Uhr aktualisiert: 02.04.2021, 19:42 Uhr
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Es sollte bis zum frühen Samstagmorgen gelten. Zunächst seien keine Verstöße zu verzeichnen gewesen, teilte ein Paderborner Polizeisprecher am Freitagnachmittag mit. Die Treffen seien auch verboten, um in der Corona-Pandemie Schaulustige fernzuhalten, hieß es.

In Düsseldorf überprüften Polizisten zahlreiche Fahrzeuge und filzten sie in Bezug auf unerlaubte Umbauten von Motoren und Karosserien. Auch die Fahrerlaubnis vieler Fahrer wurde auf ihre Gültigkeit hin kontrolliert. Hier war eine der Hauptkontrollstellen das nördliche Ende der Einkaufsstraße „Königsallee“, die viele Fahrer auf- und abfahren, um sich zu zeigen. Der zweite Hotspot, das Rheinufer, wurde vorübergehend für Autos gesperrt. Ergebnisse der Maßnahmen wurden für Samstag angekündigt.

Auch in Köln und Dortmund waren die Beamten verstärkt worden. In Dortmund kämpft die Polizei ohnehin an den Wochenende gegen Raser, Tuner und Poser, die immer wieder durch Lärm und Radau auffallen und Anwohner stören. Dort sind die szenetypischen Treffpunkte die Ringstraße „Wall“ sowie der Phoenixsee. Teile der Szene, die früher in Paderborn aktiv waren, haben sich den Angaben zufolge inzwischen nach Dortmund verlagert.

Viele Autofans am Nürburgring

Trotz Absage des „Carfriday“ waren zahlreiche Motorsportfreunde aus der Tuning-Szene rund um den Nürburgring (Rheinland-Pfalz)) unterwegs. Wie eine Polizeisprecherin sagte, waren viele Menschen schon am Vormittag gekommen. „Die allermeisten von ihnen haben sich bisher aber an die Corona-Regeln gehalten“, fügte die Sprecherin am Nachmittag hinzu.

Bundesweit gelten wegen der Pandemie zurzeit Kontaktverbote zur Vermeidung von Gruppenbildungen mit erhöhter Ansteckungsgefahr. Im Vorfeld hatten Polizei und die Nürburgring-Geschäftsführung an die Autofans appelliert, sie sollten mit Blick auf den Infektionsschutz nicht zum sogenannten Carfriday kommen.

Nach Angaben der Polizei gab es dennoch am Karfreitag viel Verkehr rund um den Nürburgring. So seien nicht nur Autofans, sondern auch andere Touristen bei zunehmendem Sonnenschein unterwegs gewesen. Sicherheitshalber seien Parkplätze rund um den Nürburgring abgesperrt worden. In diesem Jahr hat die Corona-Krise das als „Carfriday“ bekannte Spektakel verhindert.

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