Paderborner Erzbischof prüft stärkere Einbindung auf Leitungsebene
Perspektiven für Frauen

Paderborn (WB/ef) -

Erzbischof Hans-Josef Becker hat anlässlich der 3. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn am Wochenende angekündigt, „eine 100-Prozent-Stelle für Frauenpastoral“ im Erzbistum einzurichten.

Montag, 08.03.2021, 04:13 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 04:32 Uhr
Erzbischof Hans-Josef Becker Foto: Besim Mazhiqi

Zudem denke man „in den nächsten Wochen“ darüber nach, wie eine noch wirksamere Einbindung von Frauen auf Leitungsebene des Erzbistums aussehen könne.

An der digitalen Veranstaltung unter dem Leitwort „Von Mensch zu Mensch Kultur (ver-)wandeln“ hatten sich am Samstag rund 200 Personen – überwiegend Frauen – beteiligt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie auf der pastoralen Ebene mehr Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden kann. Dr. Anne Weber vom Organisationsteam der Frauenkonferenz sagte, dass dafür eine „Kultur der Wertschätzung“ und eine „ständige Arbeit an der Veränderung der Sehgewohnheiten“ wichtig seien.

Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Entwicklung und Kommunikation im Generalvikariat, betonte, dass es eine verbindliche Möglichkeit zum Feedback geben müsse, wenn jemand Ungerechtigkeit erfahre. Er sprach sich aber dagegen aus, Haltungen wie eine veränderte Gesprächskultur oder Wertschätzung „von oben“ zu verordnen. Bredeck: „Das können wir nicht vorgeben, aber fördern.“

Generalvikar Alfons Hardt sagte, dass Veränderung immer stattgefunden habe und auch jetzt stattfinde, „auch ohne Kampfsituationen“. Er betonte, dass Wertschätzung und Akzeptanz auf allen Seiten dazugehören, wenn ein Wandel gelingen solle.

Erzbischof Becker ergänzte, dass permanente Überzeugungsarbeit, Verlässlichkeit und vertrauensbildende Maßnahmen auf diesem Weg notwendig seien. Zugleich warnte er davor, allein Negativ-Erfahrungen handlungsleitend zu machen. Den Synodalen Weg bezeichnete er als alternativlos.

Finja Miriam Weber, eine der jüngsten Teilnehmerinnen, rief dazu auf, Neues auszuprobieren. „Wenn ich etwas ändern könnte, würde ich die ganze Machtfrage in der Kirche nicht mehr an das Geschlecht oder die Weihe binden, sondern an die Charismen.“ Diese Bezeichnung meint besondere (durch den Heiligen Geist erhaltene) persönliche Befähigungen.

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