Bundeswehreinheiten üben zwei Wochen lang – Durchfahrtstraßen des Truppenübungsplatzes vom 8. bis 19. März geschlossen
Puma und Leopard schießen in der Senne

Schloß Holte-Stukenbrock/Augustdorf/Paderborn (WB) -

Einheiten der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ aus Augustdorf schießen ab Montag, 8. März, für zwei Wochen mit verschiedenen Waffensystemen auf dem Truppenübungsplatz Senne. So wird das Panzerbataillon 203 ab Wochenbeginn mit bis zu acht Kampfpanzern vom Typ „Leopard 2“ sowie mit Unterstützung von Pionierkräften des Panzerpionierbataillons 1 aus Holzminden Gefechtsschießen auf Zug- und Kompanieebene durchführen.

Donnerstag, 04.03.2021, 15:56 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 07:44 Uhr
Geballte Feuerkraft: Ein Leopard 2 vom Augustdorfer Panzerbataillon 203 schießt auf dem Truppenübungsplatz Senne. Foto: Carl Schulze

Am Wochenende schließt sich eine mehrtägige Gefechtsübung auf dem Truppenübungsplatz Senne sowie dem Panzerübungsplatz Stapel an. Während dieser Übung kommt nur Darstellungsmunition (Manövermunition) zum Einsatz. In der Folgewoche führen verschiedene Einheiten aus der Rommel-Kaserne Schul-und Gefechtsschießen mit Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen durch.

Zudem schießt das Panzergrenadierbataillon 212 erstmalig mit dem Schützenpanzer „Puma“ in der Senne. An Wochentagen enden die Schießübungen um 16 Uhr. In beiden Übungswochen sind dienstags oder donnerstags zusätzlich Nachtschießübungen geplant. Diese sind regelmäßig um 22.45 Uhr beendet. Die Durchfahrtstraßen des Truppenübungsplatzes bleiben daher vom 8. bis 19. März geschlossen. Mit den Schießübungen sind zudem erhöhte Lärmemissionen verbunden, teilt die Bundeswehr in Augustdorf mit.

Ein wesentlicher und elementarer Bestandteil der Truppenausbildung ist das Scharfschießen.

Hauptmann Martin Waltemathe

„Ein wesentlicher und elementarer Bestandteil der Truppenausbildung ist das Scharfschießen“, so Hauptmann Martin Waltemathe, Sprecher der Augustdorfer Panzerbrigade. Truppenübungsplätze wie der in der Senne, der unter britischer Verwaltung steht, geben den Einheiten die Möglichkeit, „im scharfen Schuss“ zu trainieren. „Für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sind Schul- und Gefechtsschießen unerlässlich“, betont der Offizier.

„In der Senne ist in den vergangenen Jahren deutlich weniger geübt worden als gewöhnlich“, so Martin Waltemathe. Daher nehme die Öffentlichkeit nun verstärkt wieder Notiz vom Schieß- und Übungsbetrieb auf dem 116 Quadratkilometer großen Übungsplatz. „Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger baten in der Vergangenheit um frühzeitige Informationen zu geplanten Schieß- und Übungsvorhaben der Bundeswehr in der Senne“, führt der Sprecher der „Lipperland“-Brigade weiter aus. „Diesem Wunsch entsprechen wir gerne und bitten die Bevölkerung bereits jetzt um Verständnis für die erhöhte Lärmentwicklung.“

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