Neue Beschilderung am Paderborner Rotheweg irritiert die Anwohner
„Wo sollen eigentlich die Autos parken?“

Paderborn -

Jahrelang währte der Streit um den Ausbau des Paderborner Rothewegs. Die Bürger wollten ihn mit Blick auf die Kosten verhindern – ergebnislos. Seit August 2019 laufen dort nun die Arbeiten. Jetzt sorgen neu aufgestellte Verkehrszeichen und Markierungen im bereits fertiggestellten Teil für Unruhe. Die Anwohner fragen sich: Wo sollen eigentlich noch die Autos parken?

Mittwoch, 03.03.2021, 12:14 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 12:18 Uhr
Die neu aufgestellten Verkehrszeichen und Markierungen am Rotheweg sorgen bei Anwohnern für Verwirrung. Foto: Jörn Hannemann

Anwohner Rudolf Brüggemeier blickt auf die beiden Schilder, die unmittelbar vor seinem Haus stehen. Das eine zeigt ein halb auf dem Gehweg parkendes Auto, das andere trägt die Aufschrift „Das Gehwegparken entfällt künftig“. Ja, was denn nun?

Inzwischen sind auf der Fahrbahn Markierungen angebracht worden. Sie kennzeichnen die Stellen, wo nun Autos stehen dürfen. „Es sind nun deutlich weniger Parkplätze vorhanden“, meint Brüggemeier. Dadurch, dass der neue Bürgersteig durch den Ausbau breiter ausgefallen sei und die Autos nun komplett auf der Straße parken, sei ein Begegnungsverkehr in der Tempo-30-Zone nicht mehr möglich. „Jetzt halten die Autos immer wieder und müssen neu anfahren“, berichtet der Anwohner. Das produziere deutlich mehr Abgase, meint er.

Anwohner kommen kaum aus den Einfahrten

Und noch etwas sei nicht optimal: Einige Parkplatzmarkierungen seien sehr eng vor den Grundstücken erfolgt, so dass die Anwohner kaum aus ihren Einfahrten kämen.

Die Auskunft der Stadt Paderborn zu dem Sachverhalt ist eher dünn: Erläuterungen zur Parksituation seien vor Ort gegeben worden, heißt es dazu. Für den Ausbau sollen die Anlieger nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) an den Kosten beteiligt werden. Dies hatten die Anlieger versucht zu verhindern.

Wie hoch die Kosten im Einzelnen ausfallen werden, ist noch unklar. Einige der Anlieger haben einen Rechtsbeistand genommen, der die Rechnungen der Stadt überprüfen soll. Besonders ärgerlich: Einige müssten nun bereits zum zweiten Mal für den Ausbau zahlen, argumentieren die Anwohner.

Nach Ostern geht‘s an den nächsten Straßenabschnitt

Nach Angaben der Stadt laufen aktuell die Arbeiten am Rotheweg weiter. Es werde derzeit ein Entlastungskanal erstellt, nach Ostern soll dann der nächste Straßenabschnitt in Angriff genommen werden. Dieser wird sich dann bis zur Augustdorfer Straße erstrecken. Die Westfalen Weser Netz GmbH erneuert hier die Versorgungsleitungen sowie die Stadtentwässerung die Kanalhausanschlüsse. Anschließend wird das Straßen- und Brückenbauamt den restlichen Vollausbau der Straße umsetzen lassen.

„Da je nach Lage des aktuellen Baufeldes eine Zu-/ Abfahrt auf den Dr.-Rörig-Damm für Anlieger nicht möglich sein wird, werden die Absperrpoller auf Höhe Hausnummer 60/79 entfernt, um dem Anliegerverkehr eine Anbindung an die Augustdorfer Straße zu ermöglichen“, heißt es von Seiten der Stadt. Im unmittelbaren Baustellenbereich stehen dann Halteverbotsschilder, um einen zügigen Bauablauf zu gewährleisten. Anwohner in diesem Abschnitt werden von der Verwaltung gebeten, bei Bauarbeiten direkt vor dem eigenen Grundstück das Auto außerhalb des Baufeldes abzustellen.

 

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