IRUM in Paderborn vermeldet gesunkene Ausleihzahlen – Alter Name „Medienzentrum“ kehrt zurück
Online-Ausleihe reißt es raus

Paderborn -

Traditionell stellen Bibliotheken zum Anfang des Jahres ihre Bilanz des vergangenen Jahres vor und berichten gern über gestiegene Ausleihzahlen, erfolgreiche Veranstaltungen und eine intensive Nutzung der Angebote der Einrichtung. In Corona-Zeiten ist dies etwas anders – auch im IRUM in Paderborn.

Donnerstag, 25.02.2021, 23:38 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 23:40 Uhr
Das IRUM in Paderborn heißt bald wieder „Medienzentrum“.

„Wir hatten 2020 insgesamt zehn Wochen geschlossen“, merkt Christoph Quasten als Leiter des IRUM an. „Sechs Wochen waren coronabedingt, vier Wochen haben wir im Haus die Netzwerkverkabelung erneuert, da kann man keine außerordentlich guten Ausleihzahlen erwarten.“ Überrascht zeigt er sich aber bei der Auswertung der Zahlen, dass der Rückgang in der Gesamtausleihe nur bei neun Prozent liege, während die Öffnungszeit immerhin um 20 Prozent geringer war.

Aufgefangen wurde der Rückgang der Ausleihzahlen durch eine Steigerung der virtuellen Ausleihe von Medien, die auf einer Plattform zum Download zur Verfügung stehen. Das IRUM erzielte hier eine Steigerungsrate von 43 Prozent und konnte auch in Zeiten des Lockdowns an Interessierte E-Books und E-Zeitschriften virtuell ausleihen. Diese E-Medien sind unter libell-e.de verfügbar. Einzige Bedingung: Man muss im IRUM als Leser angemeldet sein. Der fällige Jahresbeitrag von zehn Euro ist ausgesetzt, solange das IRUM geschlossen bleiben muss. Anmeldungen sind während der Schließungszeit telefonisch möglich unter 05251/125-1900.

Für Religionspädagogen aller Schulformen und für alle in der Gemeindearbeit Tätigen ist das IRUM mit seinen beiden Standorten in Paderborn und Dortmund eine viel genutzte Anlaufstelle für Medien, die im Religionsunterricht oder der Gemeindearbeit eingesetzt werden können. Dazu gehören neben Printprodukten vor allem DVDs, aber auch Realien wie eine Thorarolle oder ein Materialkoffer zum Islam, mit dem Inhalte im Unterricht anschaulich präsentiert werden können.

Auch hier seien virtuell verfügbare Medien massiv auf dem Vormarsch, die auf der Plattform medienzentralen.de zum Download und Streaming angeboten werden. Online-Medien von dieser Bildungsplattform wurden insgesamt sechsmal mehr abgerufen als noch im Vorjahr. Damit werden im Bereich der Religionspädagogik und der Gemeindearbeit nach Angaben des IRUM mehr als 40 Prozent der ausgeliehenen Medien von den Multiplikatoren als Download oder Streaming genutzt. Eine Registrierung für Religionslehrerinnen und –lehrer sowie für Mitarbeiter in den Kirchengemeinden ist direkt über die Plattform möglich.

Vielen Benutzern ist das IRUM noch unter seinem früheren Namen Medienzentrum bekannt. Die Umbenennung in IRUM erfolgte 2008 mit dem Ziel, Aufgaben der Religionspädagogik und der Medienarbeit in einer Abteilung der Schulabteilung zu bündeln. Diese Synergieeffekte seien jedoch nicht in dem erhofften Maß eingetreten. „Da der alte Name Medienzentrum noch in zahlreichen Köpfen verankert ist, bot es sich an, sich auf diesen Begriff zurückzubesinnen“, heißt es in der Pressemitteilung des IRUM. Ein neues Logo sei bereits entwickelt worden, eine neue Homepage in der Entwicklung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7838424?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
0:0 – Voglsammer vergibt, Ortega rettet
Andreas Voglsammer vergab vor dem Wechsel die Riesenchance zur Arminia-Führung.
Nachrichten-Ticker