Mehr Anmeldungen als Plätze: Eltern von Grundschülern drohen in Paderborn an mehreren Wunschstandorten Absagen
Sechs weitere Container benötigt

Paderborn -

Die Zahl der Grundschüler wächst in Paderborn. Für das kommende Schuljahr 2021/22 werden 1588 Kinder schulpflichtig, 110 mehr als im vergangenen Jahr. Allerdings werden auch im kommenden Schuljahr nicht alle Erstklässler einen Platz an ihrer Wunschgrundschule erhalten können. Das geht aus der entsprechenden Vorlage für den Schulausschuss hervor, der am Dienstag, 9. Februar, erstmals seit der Kommunalwahl tagt (17 Uhr, Rathaus).

Freitag, 05.02.2021, 03:00 Uhr
An der Stephanus-Grundschule sollen im neuen Schuljahr fünf Eingangsklassen gebildet werden. Foto: Jörn Hannemann

Besonders eng wird es an der Stephanus-Grundschule, wo fünf Eingangsklassen gebildet werden sollen, und an der Thuneschule in Sennelager mit vier geplanten ersten Klassen. An beiden Schulen plant die Stadt die Aufstellung weiterer mobiler Klassenräume. Insgesamt sollen im neuen Schuljahr bis zu sechs zusätzliche Container zum Einsatz kommen, auch für mögliche zusätzliche Angebote der Offenen Ganztagsgrundschule, neben der Thuneschule beispielsweise auch an der Grundschule Sande.

An vier Schulen können nicht alle angemeldeten Erstklässler auch tatsächlich einen Platz bekommen. Das sind die Grundschule Marien, Karl, Overberg-Dom und Luther. An der Marienschule sind zwei Eingangsklassen mit je 25 Kindern vorgesehen, die dort inklusiv beschult werden. Neun angemeldete Kinder erhalten dort keinen Platz. Die zweizügige Karlschule muss den Eltern von zwölf Kindern eine Absage schicken. An der Grundschule Overberg-Dom, die mit drei ersten Klassen plant, sind elf angemeldete Kinder betroffen.

Ebenfalls dreizügig geführt wird die evangelische Luther-Grundschule mit zwei Eingangsklassen am Hauptstandort Abdinghof und einer weiteren am Standort Luther-West im Gebäude der ehemaligen Georg-Hauptschule an der Erzberger Straße. Auch dort müssen zum kommenden Schuljahr elf angemeldete Kinder abgelehnt werden. Am Standort Erzberger Straße wird im kommenden Schuljahr erstmals eine zusätzliche OGS-Gruppe angeboten. Bisher gab es dort nur eine Halbtagsbetreuung.

Für die Schüler, die an den Grundschulen Karl, Overberg-Dom und Luther abgelehnt werden müssen, sind nach Aussage der Stadtverwaltung am Grundschulverbund Riemeke-Theodor und darüber hinaus auch noch an weiteren Innenstadtgrundschulen freie Kapazitäten vorhanden. Des Weiteren könne bei Bedarf an der Grundschule Elisabeth eine weitere Klasse eingerichtet werden.

Erstmals sind in die Anmeldezahlen der neuen Erstklässler bei der Bildung der Eingangsklassen auch die Zahlen der Kinder eingeflossen, die die erste Klasse voraussichtlich wiederholen werden. Diese Zahl, in der Beschlussvorlage mit 105 im Stadtgebiet angegeben, ist aber noch variabel, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht endgültig feststeht, welche Kinder wiederholen werden. Außerdem sind 26 Kinder noch gar nicht angemeldet, sodass laut Beschlussvorlage möglicherweise auch in Marienloh, an der Almeschule und der Comeniusschule zusätzliche Eingangsklassen gebildet werden müssten.

Mehr Anmeldungen gibt es auch an der katholischen Grundschule St. Michael, die in diesem Schuljahr mit 37 Kindern gestartet ist. Für das neue Schuljahr sind 46 Kinder angemeldet.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7800793?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
Linnemann sieht „Systemfehler“
Carsten Linnemann fordert Nachbesserungen bei der Öffnungsstrategie.
Nachrichten-Ticker