Mitarbeiter kontrollieren in Paderborn Corona-Schutzauflagen und nun auch wieder Falschparker
Ordnungsamt im Dauereinsatz

Paderborn -

Immer wieder landen beim Ordnungsamt der Stadt Paderborn Beschwerden über angebliche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. Aktuell im Trend: Haare schneiden in privaten Räumen.

Dienstag, 02.02.2021, 02:25 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 02:30 Uhr
Am vergangenen Wochenende nutzten viele Familien das schöne Wetter zu einem Ausflug auf die Paderborner Spielplätze. Das Ordnungsamt appelliert an die Eltern, sich dort an die Maskenpflicht zu halten. Foto: Jörn Hannemann

Auch laute Musik kommt immer wieder mal vor. Am Sonntag ging es zudem um Verstöße gegen die Maskenpflicht auf Spielplätzen. Und seit Montag müssen Falschparker wieder verstärkt mit Knöllchen rechnen, wie Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski auf WV-Anfrage berichtet.

„Wo wir können, versuchen wir gegenzusteuern. Das gilt aber vor allem für den öffentlichen Raum“, stellt Udo Olschewski mit Blick auf die Coronaschutzverordnung fest. In privaten Räumen seien Verstöße nur schwer zu beweisen. Ein Beispiel: „In einer privaten Wohnung kann man eine Person außerhalb des eigenen Hausstandes zum Besuch empfangen. Und wenn man Lust dazu hat, kann man dieser Person als Freundschaftsdienst die Haare kürzen. Dagegen kann das Ordnungsamt fast nichts machen.“ Anders sehe es bei Friseursalons aus, die trotz Verbots weiter Kunden bedienten. Wie schon im ersten Lockdown im März seien erneut Betriebe aufgefallen, sagte Olschewski. In einem Fall seien die Schaufenster zwar verhängt worden, dahinter wurde aber weiter fleißig die Schere geschwungen. Die Kunden seien via Internet aufgefordert worden, den Hintereingang zu nehmen. „Den haben wir natürlich auch gefunden“, sagt Olschewski und schmunzelt. Bis zu 5000 Euro Bußgeld stünden im Raum, der Fall sei aber noch nicht abgeschlossen. Probleme habe es zudem beim Alkoholverkauf an Kiosken nach 23 Uhr sowie bei Gottesdiensten in freikirchlichen Gemeinden gegeben. „Es hat etwas gedauert, bis Hygienekonzepte vorlagen.“ Es habe zwar einzelne Infektionen aber keine Hotspots gegeben.

In den vergangenen Wochen habe das Ordnungsamt in einigen Stadtbezirken wegen des Lockdowns die Parkraumüberwachung eingeschränkt. Das hatte auch personelle Gründe. Seit Montag gehe es aber wieder strenger zu, sagt der Ordnungsamtsleiter. Wer nachweislich im Halteverbots- oder Parkverbotsbereich stehe, werde „aufgeschrieben“. Etwas großzügiger will das Ordnungsamt weiterhin sein, wenn die Parkuhr um ein paar Minuten überschritten wird.

Insgesamt 20 Personen sind derzeit im Außen- und Innendienst tätig. Personell wird das Ordnungsamt unterstützt von Mitarbeitern des Bäderteams. Sie helfen bei der Nachverfolgung von Corona-Infizierten, um sie über die Quarantäne zu informieren. Die Fälle sind aber rückläufig, sagt Olschewski, der seit März 2020 an den Wochenenden die Rufbereitschaft übernimmt und im Fall der Fälle vom Kreisgesundheitsamt informiert wird. „Am vergangenen Wochenende hatten wir vier Fälle, davor zehn und an Weihnachten/Neujahr waren es 18 an einem einzigen Samstag“, berichtet er.

Am Wochenende nutzten viele Familien mit Kindern das gute Wetter und verbrachten die Zeit auf Kinderspielplätzen. Allerdings habe es wohl etliche Verstöße von Eltern gegen die Maskenpflicht und gegen die Abstandsregeln gegeben. „Ich wehre mich aber dagegen, mit Uniformierten auf Spielplätze zu gehen. Daher appelliere ich an den gesunden Menschenverstand, auf Spielplätzen die Maskenpflicht zu beachten. Denn die gilt weiterhin“, betont er.

 

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