220-KV-Leitung überflüssig geworden – A33 für Rückbau in der Nacht zu Sonntag gesperrt
Stromtrasse wird zurückgebaut

Paderborn -

Zwischen dem Umspannwerk in Elsen und dem Umspannwerk in Leopoldshöhe-Bechterdissen wird aktuell eine Höchstspannungsleitung zurückgebaut. Die 220-Kilo-Volt-Leitung ist nach Angaben des Netzbetreibers Tennet überflüssig geworden.

Samstag, 23.01.2021, 03:26 Uhr aktualisiert: 23.01.2021, 06:12 Uhr
Monteur-Trupps haben am Freitag mit vorbereitenden Arbeiten an der A33 begonnen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die A33 wegen des Rückbaus der Stromtrasse gesperrt. Foto: Lars Rohrandt

Für den Rückbau der Trasse wird die A33 in der Nacht von Samstag auf Sonntag von 0 bis 6 Uhr zwischen den Anschlussstellen Stukenbrock-Senne und Senne­lager wie berichtet komplett gesperrt. Bei der 25 Kilometer langen Stromtrasse handelt es sich laut Tennet um die kleinere von zwei weitgehend parallel verlaufenden Leitungen. Die 380-KV-Leitung neben der 220-KV-Trasse könne den Stromtransport komplett übernehmen. „Bei 220 und bei 380 KV spricht man von Höchstspannungs-, bei 110 KV von Hochspannungs- und bei 10, 20 oder 30 KV von Mittelspannungsleitungen“, erklärte Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht.

Der Strom könne in beide Richtungen durch die Leitungen fließen. Der Transport sei tagesaktuell abhängig vom Verbrauch und vom Produktionsstandort. In der Regel fließe aber mehr Strom von den Windparks im Norden zu den energieintensiven Unternehmen im Westen und Süden Deutschlands.

Die ersten Rückbauarbeiten an der Trasse begannen im November in Elsen. Mittlerweile sind die Monteur-Trupps an der A33 angekommen. Die sogenannten Leiterseile sind auf Paderborner Gebiet zum Großteil bereits entfernt worden. Als Nächstes werden die 80 Masten abgebaut, danach die Fundamente entfernt, erklärte Lieberknecht. Tennet veranschlagt für den Rückbau einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Im Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Laut Tennet war der erste Teil der Leitung zwischen 1962 und 1963 und der zweite Teil zwischen 1967 und 1968 errichtet worden. Ein knapp sieben Kilometer langes Teilstück der Leitung von Elsen bis zum Umspannwerk an der Borchener Straße, das der Verteilnetzbetreiber Avacon von Tennet übernommen hat, soll unterdessen saniert und weiterbetrieben werden.

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