Paderborner Perspektiven
Libori ist gerettet, wenn...

Optimismus ist das, was vielen Menschen in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten seit Beginn der Corona-Pandemie abhanden gekommen ist. Die Gründe sind verständlich und nachvollziehbar. Darunter leidet aber inzwischen der Umgang und das Miteinander der Gesellschaft in Stadt und Kreis Paderborn erheblich.

Samstag, 16.01.2021, 05:34 Uhr aktualisiert: 16.01.2021, 05:40 Uhr
Libori in Paderborn.

Dabei gibt es viele aktuelle Entwicklungen, die Nahrung für einen realistischen Optimismus sind. Die traurigen Nachrichten aus Altenheimen, die durch den Virus zum Hotspot geworden sind, werden nach Auffassung von verantwortlichen Medizinern aus dem Kreis Paderborn wohl schon im Februar der Vergangenheit angehören. Dann nämlich, wenn ein Großteil der Bewohner und der Mitarbeiter geimpft sein wird.

Anders als in anderen Teilen des Landes ist die Impfbereitschaft beim Pflegepersonal nach Aussage der Kassenärztlichen Vereinigung im Kreis Paderborn mit 80 Prozent sehr hoch. Und sie nimmt sogar noch zu. Dass bereits jetzt 4000 Angehörige dieser Personengruppen geimpft sind, ist also ein Erfolg, der uns alle optimistisch stimmen darf – wohl wissend, dass es immer wieder Konstellationen geben kann, die im Einzelfall tragische Auswirkungen haben.

Wer sich mit dem Leiter der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Ulrich Polenz, und mit dem Leiter des Impfzen­trums in Salzkotten, Dr. Gregor Haunerland (Chef der hiesigen Ärztekammer), unterhält, der spürt ebenfalls sehr deutlich den Optimismus und die Zuversicht, die diese in sich tragen.

Nach Worten von Dr. Ulrich Polenz spricht derzeit vieles dafür, dass bereits ab April landesweit ausreichend Impfstoff in den Arztpraxen vorhanden sein wird. Sollte diese Einschätzung der Lage Realität werden, könnten bereits im Juni sämtliche Menschen geimpft sein, die das denn wollen. Unter dieser Maßgabe wäre es sogar möglich, das 500-jährige Liborifest-Jubiläum in Paderborn zu begehen, meint Dr. Polenz. Wie gesagt: Voraussetzung ist dabei, dass die Impfstoffe der verschiedenen Hersteller – insbesondere der hoffentlich auch bald zugelassene Impfstoff von Astrazeneca – flächendeckend in den Arztpraxen vorhanden ist. Die Entscheidung fällt dazu schon in wenigen Tagen.

Um das Immunisierungs-Ziel zu erreichen, wird es allerdings vorerst unabdingbar bleiben, sich an die gültige Corona-Schutzverordnung zu halten: Kontakte reduzieren, Abstand halten, Mund- und Nasenschutz tragen wird uns weiter begleiten. Diese Maßnahmen schützen nach bisheriger Erfahrung übrigens auch vor den mutierten Varianten.

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