Plattform der Stadt Paderborn zum Schulstart Ziel von Attacken aus dem Internet – weitere Unternehmen betroffen
Lernstatt erneut lahmgelegt

Paderborn -

Auf die Online-Plattform Lernstatt der Stadt Paderborn hat es am Montag erneut Attacken aus dem Internet gegeben. IT-Experten arbeiten nach Angaben der Pressestelle vom Nachmittag mit Hochdruck daran, die Stabilität des Systems wiederherzustellen. Wie lange die Arbeiten dauern, könnte noch nicht abgeschätzt werden, da die Attacken andauern.

Montag, 11.01.2021, 15:58 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 18:30 Uhr
Erneut gab es Cyber-Angriffe auf die Lernstatt. Foto: Stadt Paderborn

Es sollen auch weitere Unternehmen im Paderborner Raum betroffen sein. Der jüngste Cyber-Angriff auf die Lernstatt hatte sich vor den Weihnachtsferien am 18. Dezember ereignet. In beiden Fällen sei umgehend Anzeige erstattet worden. Die Lernstatt umfasst 17.000 Schüler- und 2000 Lehrerkonten, die mit Mail, Datenspeicher und Datenablagen für Gruppen verbunden sind.

Der städtische Internetprovider EWE mit Sitz in Oldenburg verzeichnete schon am Vormittag 13 gezielte Angriffe. Davon unabhängig gab es jedoch weitere sogenannte DDoS-Attacken, was nicht nur bei der Stadt Paderborn, sondern auch bei Unternehmen im Paderborner Raum, die auf den Provider EWE zurückgreifen, zu Problemen führte und führt.

Zum Schutz seiner Kunden und auch von EWE selbst hat der Internetprovider den Kernbereich seines Telekommunikationsnetzes heruntergefahren und neu gestartet. So soll weiterer Schaden möglichst vermieden werden. Zudem ist ein zusätzlicher Schutz für die Lernstatt aktiviert worden, um erneute Angriffe abzufangen.

Das Lernstatt-Projekt ist als ein Projekt begleitend zum Präsenzunterricht eingeführt worden. „Für die Menge der aktuellen Nutzungen angesichts der Anforderungen an den digitalen Unterricht in Zeiten von Corona ist dieses komplexe System, auf das 35 Paderborner Schulen täglich zurückgreifen nicht ausgerichtet“, teilte die Stadt mit. Trotzdem werde es durch stetige technische Erweiterungen den Anforderungen entsprechend angepasst. Vor dem Schulstart am Montag hätten die Rektoren zudem Informationen darüber erhalten, wie sie mit den vorhandenen Kapazitäten bestmöglich umgehen.

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