Eine Frau weigert sicht, auf dem Domplatz Mund-Nasen-Schutz zu tragen und erhält einen Platzverweis
50 Teilnehmer bei Querdenker-Demo in Paderborn

Paderborn -

Erneut ist am Samstag auf dem Paderborner Domplatz unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Grundrechte“ gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert worden. Die Demonstranten forderten die „Wiederherstellung einer Normalität“. Etwa 50 Personen waren dem Aufruf der Gruppe „Querdenken-525 Paderborn“ gefolgt.

Sonntag, 10.01.2021, 15:30 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 15:50 Uhr
Bei der Kundgebung auf dem Domplatz versammelten sich dieses Mal weniger Demonstranten als im vergangenen Jahr. Foto: Nicole von Prondzinski

Damit waren es bei der ersten sogenannten Querdenker-Demo im neuen Jahr in Paderborn deutlich weniger Demonstranten als bei vorherigen Kundgebungen dieser Art mit bis zu 200 Teilnehmern.

„Wir trauern um unsere Grundrechte“, „Hab Angst und gehorche“, „Corona-Theater beenden“, „Wahrheit statt Lockdown“ – solche Aussagen standen unter anderem auf den Plakaten, die die Demonstranten bei der Kundgebung hochhielten. Während einige Redner forderten, dass auch während einer Pandemie die Grundrechte geachtet werden und politische Entscheidungen daran festgemacht werden müssten, bezweifelten manche in ihren Beiträgen die Existenz des Coronavirus an. „Die Maßnahmen wären gerechtfertigt, wenn wir denn so ein schlimmes Virus hätten“, sagte einer der Redner. Aufgrund der unterschiedlichen Symptome gebe es keine klinischen Nachweise für das Virus, behauptete er. Zudem wurden die Zuverlässigkeit der PCR-Tests angezweifelt und mögliche Risiken durch die Coronavirus-Impfstoffe angeprangert. Bundesregierung und Robert-Koch-Institut erzeugten Panik, „um die Menschen lenken zu können“, hieß es weiter.

Mit Hilfe des PCR-Tests wird Erbgut des Corona­virus nachgewiesen. Ist er positiv, liegt höchstwahrscheinlich eine Infektion vor. Der PCR-Test gilt als sicherstes Verfahren, um eine Infektion nachzuweisen.

An Maskenpflicht und Abstandsregelung hielten sich die Demonstranten weitgehend. Beides wurde durch die Polizei kontrolliert. Einer Frau, die auch nach mehrfacher Aufforderung keinen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen wollte, wurde ein Platzverweis erteilt. Daraufhin rief eine Teilnehmerin die übrigen Demonstranten dazu auf, den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen. Von dieser Forderung distanzierte sich der Veranstalter aber umgehend, da dies einen Gesetzesbruch darstellen würde. Das war der einzige Zwischenfall. Die Veranstaltung verlief insgesamt friedlich.

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