Die Coronalage im Kreis Paderborn am Freitag: offizieller Inzidenzwert liegt bei 108,8
46 neue Infektionen, 15 Erkrankte genesen

Paderborn -

46 neue Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind dem Paderborner Kreisgesundheitsamt am Freitag, 8. Januar, gemeldet worden (Stand 11 Uhr). Da 15 weitere Erkrankte im Kreis Paderborn als genesen gelten, sind demnach zurzeit 606 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.

Freitag, 08.01.2021, 13:20 Uhr aktualisiert: 09.01.2021, 07:12 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Diese aktiven Fälle verteilen wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (278), Delbrück (71), Hövelhof (52), Borchen (44), Altenbeken (39), Bad Wünnenberg (32), Bad Lippspringe (28), Salzkotten (26), Büren (20), und Lichtenau (16). Am Donnerstag waren dem Paderborner Kreisgesundheitsamt 107 Neuinfektionen gemeldet worden.

66 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 20 von ihnen intensivmedizinisch. 1567 Menschen befinden sich in vom Paderborner Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie bereits am Morgen berichtet – für den Zeitraum vom 1. bis zum 7. Januar Sieben-Tages-Inzidenz von 108,8 aus (Datenstand, 8. Januar, 0 Uhr). Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen ist seit Ausbruch der Pandemie auf 5066 gestiegen. Die Zahl der Erkrankten, die eine akute Infektion überstanden haben, beträgt 4353. Unverändert 107 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Infektion verstorben.

8. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

8. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Neue Coronaschutzverordnung in NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in der Nacht auf Freitag die ab Montag (11. Januar) gültige neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten über 200 - so wie aktuell im Kreis Höxter - ist nicht in der neuen Verordnung zu finden. Nach Angaben eines Sprechers des NRW-Gesundheitsministeriums müssen die betroffenen Kreise dies in eigenen Verfügungen regeln. Hier gibt es dazu ausführliche Informationen.

Weitere Informationen

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. Möglich ist ebenso, dass örtlich zusätzliche Informationen, z.B. über die Falldefinitionen des Meldewesens hinaus verfügbar sind, die im Meldewesen nicht abgebildet werden. Manche Daten, insbesondere zu den Zahlen der Genesenen und den aktuell Infizierten können zudem nur geschätzt werden, sind also nicht eindeutig bestimmbar. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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