Neue Fahrzeuge und zum Teil neue Aufgaben für die Feuerwehrleute am Paderborn-Lippstadt-Airport
Flughafen investiert in die Zukunft

Paderborn -

Der Stellenabbau am Paderborn-Lippstadt-Airport hat nicht nur Auswirkungen für diejenigen, die ihren Job verlieren. Auch die verbleibenden Beschäftigten müssen sich auf massive Veränderungen einstellen und nun zum Teil mehrere Aufgaben übernehmen. Betroffen sind auch die Mitglieder der Flughafen-Feuerwehr.

Freitag, 08.01.2021, 08:39 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 14:16 Uhr
Dr. Marc Cezanne und Dr. Yorck Streitbörger (von links) sind hinsichtlich der Zukunft des Airports zuversichtlich.

Nach Auskunft des Generalbevollmächtigten Dr. Yorck Streitbörger läuft die seit 1. Dezember offiziell angemeldete Planinsolvenz des Flughafens völlig nach Plan. Am 29. Januar soll im Paderborner Amtsgericht die endgültige Entscheidung gefällt werden. Dass der Insolvenzplan dort angenommen wird, gilt nahezu als sicher .

Streitbörger stellte am Donnerstag klar, dass derzeit trotz der Planinsolvenz Investitionen getätigt werden dürften, denen der Sachwalter Stefan Meyer vorbehaltlos zugestimmt habe. Die Investitionen betreffen vor allem die Feuerwehr, die mit 45 der insgesamt verbliebenen 65 Airport-Mitarbeiter den weitaus größten Teil der Belegschaft ausmachen. Sie müssten im neuen Konstrukt auch andere Aufgaben übernehmen, so zum Beispiel in der Abfertigung, erklärte Flughafen-Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne.

Die Umorganisation habe zudem zur Folge, dass man den Fuhrpark habe anpassen müssen. Man habe sich von einigen Feuerwehr-Fahrzeugen getrennt und stattdessen drei gebrauchte Hochleistungs-Löschfahrzeuge angeschafft. Kostenpunkt: 500.000 Euro. Dadurch sei die Wehr, die innerhalb von drei Minuten jeden Punkt des Flughafengeländes erreichen muss, nun viel effektiver. Die Investition werde sich nach nur zwei Jahren schon tragen, sagte Cezanne.

Flughafenfeuerwehr stellt sich neu auf

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Flughafenfeuerwehr (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Generalbevollmächtigter Yorck Streitbörger (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt Yorck Streitbörger (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Geschäftsführer Dr. Marc Cézanne Cezanne und Yorck Streitbörger (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Generalbevollmächtigter Yorck Streitbörger (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Geschäftsführer Dr. Marc Cézanne Cezanne Flughafenfeuerwehr (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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Nach Angaben von Feuerwehrchef Roland Kempkensteffen koste ein solches Fahrzeug im Neuzustand jeweils 900.000 Euro. Man habe sich schon länger auf dem Markt nach gebrauchten Fahrzeugen umgesehen, sagte der Flughafen-Geschäftsführer. Dabei sei man auf das Angebot frühzeitig aufmerksam geworden und habe den richtigen Zeitpunkt abgepasst.

Die Spezialfahrzeuge waren zuletzt auf dem Züricher Flughafen im Einsatz. Die Daten beeindrucken: jeweils 1100 PS, 135 Km/h Spitzengeschwindigkeit, Wasserwurf-Leistung 95 Meter, 12.500 Liter Wasser- und 1500 Liter Schaum-Tank sowie 450 Kilogramm Pulver sind an Bord. Der Verkauf der Alt-Fahrzeuge habe 250.000 Euro in die Kasse gespült.

500.000 Euro haben diese drei gebrauchten Feuerwehr-Fahrzeuge gekostet. Sie helfen bei der Neuorganisation der Feuerwehr.

500.000 Euro haben diese drei gebrauchten Feuerwehr-Fahrzeuge gekostet. Sie helfen bei der Neuorganisation der Feuerwehr. Foto: Jörn Hannemann

Zudem habe man sich in Abstimmung mit der Gewerkschaft bei der Feuerwehr auf die Einführung von 24-Stunden-Schichten geeinigt. Das habe sowieso angestanden, so Cezanne. Die drei Fahrzeuge sowie die Schlaf- und Ruhestätten für die Wehrleute werden nun in einer gemeinsamen Unterkunft untergebracht. Dafür werde ein Hangar umgebaut, der deutlich zentraler liege, als der derzeitige Standort der Airport-Feuerwehr, berichtete Cezanne. Für den Umbau des Hangars werden noch einmal 500.000 Euro fällig.

Gespart wird übrigens jetzt auch beim Winterdienst, sagte Cezanne. Seit rund einem Monat bestehe ein Vertrag mit einem externen Dienstleister, der die Start- und Landebahn bei Schnee- und Eis räume. Das sei am Donnerstag erstmals der Fall gewesen, berichtete der Geschäftsführer. Bislang habe man für solche Fälle Extra-Personal bereithalten müssen. Das sei nun nicht mehr notwendig. Für den Einsatz nutze der Dienstleister die Fahrzeuge des Airports, die erst vor einiger Zeit angeschafft worden seien.

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