Coronazahlen im Kreis Paderborn mit Blick in die Nachbarkreise – Höxter jetzt bei 209,6 – neue NRW-Schutzverordnung
Inzidenzwert steigt von 97,8 auf 108,8

Paderborn (WB/en) -

Der offizielle Inzidenzwert im Kreis Paderborn ist erneut gestiegen. Er liegt am Freitag (Stand 0 Uhr) bei 108,8. Das meldet das Landeszentrum für Gesundheit (LZG). Am Vortag war die Sieben-Tages-Inzidenz mit 97,8 angegeben worden.

Freitag, 08.01.2021, 07:12 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 12:03 Uhr
Die Zahl der Coronafälle und damit auch der Inzidenzwert steigen im Kreis Paderborn wieder an. Foto: imago

Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn am Donnerstag 44 neue Fälle und für die vergangenen sieben Tage 335 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Der Wert in Nordrhein-Westfalen liegt nun bei 127,7 und damit auch deutlich höher als am Vortag (116,6). Der Blick in die Nachbarkreise ergibt am Freitag nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 175,1 (178,7) – Lippe 159,4 (132,1) – Höxter 209,6 (zweithöchster Wert in NRW; 201,8) – Hochsauerlandkreis 85,1 (74,7) – Soest 81,8 (70,6).

Am Donnerstag (11 Uhr) waren dem Paderborner Kreisgesundheitsamt 107 Neuinfektionen gemeldet worden.

Neue Coronaschutzverordnung in NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in der Nacht auf Freitag die ab Montag gültige neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten über 200 - so wie aktuell im Kreis Höxter - ist nicht in der neuen Verordnung zu finden. Nach Angaben eines Sprechers des NRW-Gesundheitsministeriums müssen die betroffenen Kreise dies in eigenen Verfügungen regeln. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung auf der Website des Landes (gültig ab dem 11. Januar).

Weitere Informationen

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

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* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. Möglich ist ebenso, dass örtlich zusätzliche Informationen, z.B. über die Falldefinitionen des Meldewesens hinaus verfügbar sind, die im Meldewesen nicht abgebildet werden. Manche Daten, insbesondere zu den Zahlen der Genesenen und den aktuell Infizierten können zudem nur geschätzt werden, sind also nicht eindeutig bestimmbar. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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