Flughafen Paderborn/Lippstadt gründet Transfergesellschaft für 38 Mitarbeiter
Airport stellt sich neu auf

Paderborn/Büren -

Derzeit haben weder der Generalbevollmächtigte Dr. Yorck Streitbörger noch Flughafen-Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne Zweifel daran, dass die Gläubiger am 29. Januar dem Insolvenzplan des Flughafens Paderborn/Lippstadt (PAD) zustimmen werden.

Freitag, 08.01.2021, 05:19 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 15:36 Uhr
Der Generalbevollmächtigte Yorck Streitbörger (links) und Flughafen-Geschäftsführer Marc Cezanne präsentieren die neuen, gebrauchten Flughafen-Feuerwehrfahrzeuge, die zuletzt auf dem Züricher Airport im Einsatz waren. Foto: Jörn Hannemann

„Wir wollen dem Beschluss der Gläubiger nicht vorgreifen, aber mir sind bislang keine gegenteiligen Stimmen bekannt“, erklärte Streitbörger gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Dem Neustart stehe somit kaum noch etwas im Wege. „Der Airport wäre in der aktuellen Krise der erste Regionalflughafen in Deutschland, der sich aus eigener Kraft nachhaltig neu aufgestellt hat“, betont Geschäftsführer Cezanne. PAD bleibe nach der Planinsolvenz ein vollwertiger Verkehrsflughafen und werde nicht herabgestuft. Die Kosten für das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung werden auf 8 Millionen Euro geschätzt.

Seit mehr als einem Jahr befasst sich Cezanne bereits mit den Restrukturierungsplänen, die vor allem eines zum Ziel haben: den Personalabbau von 170 auf 65 Beschäftigte. Zum 1. Januar seien 38 Mitarbeiter in die Transfergesellschaft gewechselt. Dort werden sie derzeit geschult und bis Ende des Jahres bei der Suche nach Jobs unterstützt, sagte Streitbörger. Ein Dutzend Beschäftigte hätten bei den Kreisen Paderborn, Soest und Hochsauerland neue Stellen gefunden. Acht Mitarbeiter hätten Aufhebungsverträge erhalten. Zudem trenne man sich von 17 Aushilfen. Die Transfergesellschaft sei mit 800.000 Euro ausgestattet. An Abfindungen plane man mit insgesamt eine Million Euro.

Möglich sei der Personalabbau nur durch die Neuverteilung von Aufgaben. Die Abläufe müssten jetzt komplett neu eingeübt werden. Das sei ein großer Schritt, daher sei es von Vorteil, dass der Airport coronabedingt nicht unter Volllast fahre, sagte Cezanne. Die Krise werde also in mehrfacher Hinsicht zur Chance. Von den nur noch 65 Mitarbeitern gehören 45 der Feuerwehr an, die auch andere Aufgaben – etwa im Bereich der Abfertigung – übernehmen. Um die Feuerwehr neu zu organisieren, sei es notwendig gewesen, andere Einsatzfahrzeuge zu kaufen. Die Investition werde sich innerhalb von zwei Jahren amortisieren, rechnete Cezanne vor. Zudem werde ein Hangar als neue Feuerwehrhalle mit Übernachtungsplätzen umgebaut.

Flughafenfeuerwehr stellt sich neu auf

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Flughafenfeuerwehr (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Geschäftsführer Dr. Marc Cézanne Cezanne und Yorck Streitbörger (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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  • PADERBORN, DEUTSCHLAND - 07. January.2021: Flughafen Paderborn Lippstadt CEO Geschäftsführer Dr. Marc Cézanne Cezanne Flughafenfeuerwehr (Foto: Jörn Hannemann / 'WESTFALEN-BLATT') +++

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Die Verhandlungen zwischen dem Kreis Paderborn und den ausgeschiedenen Gesellschaftern Kreis Gütersloh und Kreis Lippe seien auf einem guten Weg, sagte Streitbörger. Cezanne betonte, dass ein kleinerer Gesellschafterkreis Vorteile habe, weil der Kreis Paderborn als Hauptgesellschafter, der hinter dem Airport stehe, gestärkt werde. Grundsätzlich sei es denkbar, dass auch Private in den Gesellschafterkreis aufgenommen würden. Doch in der Praxis werde ein Mix aus Kommunal und Privat wohl aufgrund unterschiedlicher Entscheidungswege nicht zukunftsfähig sein.

Im gerade abgelaufenen Jahr 2020 sind lediglich 100.000 Passagiere am Paderborn-Lippstadt-Airport gezählt worden. 2019 waren es noch 700.000. Für das laufende Jahr sei es coronabedingt kaum möglich, eine Prognose abzugeben, sagte Geschäftsführer Marc Cezanne. 2022 werde mit 300.000 Passagieren kalkuliert. Für den Sommerflugplan ab April 2021 würden derzeit etliche Kapazitäten nachgefragt, die aber nicht verbindlich seien. In der Planung seien neben wöchentlich 27 Lufthansa-Flügen nach München weitere zehn Flüge der Green Airlines unter anderem nach Zürich. Im Touristikbereich gehe es elf Mal pro Woche nach Mallorca sowie 18 Mal nach Antalya. Weitere Kapazitäten seien für die Kanaren und Griechenland vorgesehen. „Aber ob die Passagiere fliegen werden, weiß im Moment noch keiner.“

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