Zwischen Schließung und Neuanfang
In Paderborns Gastro-Szene tut sich was

Paderborn -

In Paderborn stehen einige Veränderungen in der Gastronomie-Szene an.

Mittwoch, 06.01.2021, 06:15 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 12:00 Uhr
Der ehemalige Kupferkessel-Chef Gilbert Scheid kocht nun mit seinem Sohn Nicolas Geffarth (rechts) und seiner Frau Anke Geffarth im Bistro „Gilberts Feinschmecker“ innerhalb der Bäckerei Mertens weiter. Foto: Jörn Hannemann

Rosa‘s Bodega schließt nach mehr als zehn Jahren: Für Liebhaber der spanischen Küche hat es zum Jahresende schlechte Nachrichten gegeben: Rosa Fernandez und ihr Mann Jose haben Neujahr ihr Restaurant „Rosa‘s Bodega“ in der Paderborner Südstadt geschlossen. Vor knapp zehn Jahren hatte Rosa Fernandez das Lokal in der Kilianstraße übernommen, in dem sie selbst auch zuvor gearbeitet hatte, und es in Rosas Bodega umbenannt. „Liebe Gäste, liebe Freunde, nach über zehn Jahren voller unvergesslicher Momente und Geschichten, die wir für den Rest unseres Lebens erzählen werden, schließen wir nun unsere geliebte Bodega, um uns zur Ruhe zu setzen“, schreibt sie auf ihrer Internetseite. Besonders bedankt sie sich bei ihrer Küchenfee Christiane Marouf, die von Anfang an dabei gewesen ist, und dem Berater und Freund Ewald Volbert. Die Entscheidung, sich zur Ruhe zu setzen, sei unabhängig von Corona gefallen. Sie sei jedoch sehr traurig darüber, dass sie sich aufgrund der aktuellen Gegebenheiten nicht persönlich von den vielen Stammkunden verabschieden könne. „Viele Gäste sind in dieser Zeit zu Freunden geworden.“ In mehreren Beiträgen drückten Kunden ihr Bedauern über die Schließung aus.

Abschied: Die Betreiber von Rosa‘s Bodega haben sich mit Jahresende zur Ruhe gesetzt.

Abschied: Die Betreiber von Rosa‘s Bodega haben sich mit Jahresende zur Ruhe gesetzt. Foto: Jörn Hannemann

Aus dem Kupferkessel wird neues Waffelhaus: Bereits seit einigen Monaten ist das bekannte Restaurant „Kupferkessel“ an der Ecke Weberberg und Marienstraße geschlossen. Dort will der gebürtige Hannoveraner Varol Cesin, sobald die Einschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben sind, eine weitere Filiale der Franchise-Kette „Waffel Dream“ eröffnen. „Die Umbauarbeiten sind schon fast abgeschlossen. Nur die Außenwerbung fehlt noch“, berichtet Cesin. Das Herz für Waffeln liegt in seiner Familie: Seine Schwester betreibt bereits in Bad Oeynhausen einen weiteren „Waffel Dream“-Laden, wo es Waffeln, Pancakes und süße Leckereien gibt.

Aus dem ehemaligen Restaurant „Kupferkessel“ am Weberberg wird in Kürze eine Filiale der Kette „Waffel Dream“.

Aus dem ehemaligen Restaurant „Kupferkessel“ am Weberberg wird in Kürze eine Filiale der Kette „Waffel Dream“. Foto: Jörn Hannemann

Kupferkessel-Chef kocht jetzt bei Bäckerei Mertens: 21 Jahre lang hat Gilbert Scheid den „Kupferkessel“ geleitet. Auf die Kochkünste des beliebten Paderborner Gastronomen müssen seine Gäste aber nicht verzichten. Zusammen mit seinem Sohn Nicolas Geffarth und seiner Frau Anke Geffarth hat er in einem Teil der Bäckerei Mertens an der Detmolder Straße das Bistro „Gilberts Feinschmeckerei“ eröffnet. Nach einem erfolgreichen Testbetrieb bis Oktober soll das kulinarische Zusammenspiel fortgesetzt werden. Scheid plant, den benachbarten Kräutergarten an der Bäckerei für idyllisch gelegene Außengastronomie zu nutzen. Derzeit bietet er seine Gerichte zum Mitnehmen an. Besonders gefragt sind seine Burger vom Rinderfilet mit Rote-Beete-Chilli-Mayonaise.

Plaza gelingt Start unter schwierigen Umständen: In den Räumen der ehemaligen Trattoria-Bar Angelo an der Mühlenstraße hat Anfang November das Plaza die Toren geöffnet. Für Betreiber Nelson Mebelli war es der erste Schritt in die Gastro-Selbstständigkeit – und das mitten in der schwierigen Corona-Zeit. Statt italienischer Küche gibt es im Plaza nun internationale, mediterrane Gerichte – von Dorade und Wolfsbarsch frisch vom Grill über Lachsburger bis hin zu toskanischem Kalbsragout. 60 Plätze stehen im Lokal, das an das Paderquellgebiet angrenzt, zur Verfügung. Bis das Restaurant nach der Corona-Zwangsschließung wieder Gäste am Tisch bedienen darf, gibt es die Speisen zum Mitnehmen und per Lieferservice.

Mitten in der Corona-Zeit eröffnete in der Nähe des Paderquellgebietes das Plaza mit mediterraner Küche.

Mitten in der Corona-Zeit eröffnete in der Nähe des Paderquellgebietes das Plaza mit mediterraner Küche. Foto: Jörn Hannemann

Zukunft von Meyerbeer Coffee Shop ist fraglich: Die Fenster zugeklebt, die Leuchtreklame abmontiert: „Vorübergehend geschlossen“, heißt es auf einem Aushang im Fenster bei Meyerbeer Coffee an der Westernstraße. Ob und wann dort wieder Kaffee ausgeschenkt wird, ist unklar. Die Betreiber der Café-Kette, die Hanseatische Coffeebar GmbH, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Im vergangenen Jahr geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, weil Mitarbeiter angeblich auf ihre Gehälter warten mussten.

Zugeklebte Schaufenster, abmontierte Firmenschilder: Die Zukunft vom „Meyerbeer Coffee“-Café ist unklar.

Zugeklebte Schaufenster, abmontierte Firmenschilder: Die Zukunft vom „Meyerbeer Coffee“-Café ist unklar. Foto: Jörn Hannemann

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