Corona-Lage im Kreis Paderborn am Wochenende: Inzidenz-Wert des LZG liegt am Sonntag bei 112,1
78 neue Infektionen und ein Todesfall

Paderborn (WB/LaRo) -

Der Kreis Paderborn hat am Samstag, 2. Januar, wieder Zahlen zur Corona-Lage bekannt gegeben (Stand 17 Uhr). Es gibt demnach insgesamt 78 neue Infektionen und einen Todesfall in Bad Lippspringe. Damit sind seit Pandemiebeginn 95 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben, 18 davon in Bad Lippspringe.

Samstag, 02.01.2021, 18:51 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 09:54 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Zuletzt hatte der Kreis am Mittwoch, 30. Dezember, Zahlen veröffentlicht (drei Tote, 226 neue Infektionen).

Da weitere 113 Erkrankte den Angaben zufolge eine akute Infektion überstanden haben, sind zurzeit offiziell 1015 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (479), Delbrück (109), Hövelhof (69), Bad Wünnenberg (67), Altenbeken (65), Borchen (58), Salzkotten (55), Büren (47), Bad Lippspringe (45) und Lichtenau (21).

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) gab für den Zeitraum von Samstag, 26. Dezember 2020, bis Freitag, 1. Januar 2021, eine Sieben-Tages-Inzidenz von 102 an (Datenstand, 2. Januar, 0 Uhr). Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Ende des Jahres waren die Angaben für den Kreis Paderborn, wie mehrfach berichtet, ohne Aussagekraft, weil es zu einem deutlichen Übermittlungsverzug* (siehe unten) gekommenen war; nun passt es offensichtlich wieder. Am Sonntag, 0 Uhr, gab das LZG dann einen Wert von 112,1 an (gegenüber dem Vortag sind 31 mehr Fälle eingerechnet). In NRW liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 122,7.

2. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

2. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu COVID-19. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

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* Stichwort: Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. Möglich ist ebenso, dass örtlich zusätzliche Informationen, z.B. über die Falldefinitionen des Meldewesens hinaus verfügbar sind, die im Meldewesen nicht abgebildet werden. Manche Daten, insbesondere zu den Zahlen der Genesenen und den aktuell Infizierten können zudem nur geschätzt werden, sind also nicht eindeutig bestimmbar. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website (siehe Disclaimer): „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.“

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