Immer wieder beschweren sich in Paderborn Mitarbeiter
Streit um Masken im Einzelhandel

Paderborn -

Immer wieder beschweren sich Mitarbeiter im Paderborner Einzelhandel darüber, dass Kunden sich nicht an die Corona-Auflagen halten und diese daran erinnert werden müssen. Die einen haben ihre Maske nicht richtig auf der Nase sitzen, andere versuchen ohne Einkaufswagen in den Supermarkt zu kommen, obwohl dieser bei einigen Geschäften für den Einkauf obligatorisch ist. Da ist Stress programmiert.

Dienstag, 08.12.2020, 08:03 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 08:06 Uhr
Eine Ampel regelt am Südring den Zugang. Foto: Ingo Schmitz

„Die Leute werden immer aggressiver. Das liegt zum Teil an der insgesamt unübersichtlichen Situation: Was ist erlaubt, was nicht? Überall gibt es Ausnahmen und Sonderreglungen!“, erklärte ein Händler aus Paderborn im Gespräch mit dieser Zeitung.

Viele Einzelhändler haben wegen Corona ihre Geschäfte kräftig aufgerüstet. Mehrere Security-Kräfte achten zum Beispiel am Südring-Center auf die Einhaltung der Coronaschutzverordnung. An den publikumsstärksten Tagen sind ständig sechs Mitarbeiter im Dienst. Außerdem gibt es Ampeln, die an verschiedenen Zugängen überprüfen, dass die zulässige Obergrenze an Kunden nicht überschritten wird.

Eine der Sonderregelungen, von denen die Einzelhändler sprechen, betrifft Kinder: So sind unter Sechsjährige vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes befreit. Das wissen aber meistens nur Eltern, und nicht das ältere Publikum, das sich Sorgen wegen des Risikos einer möglichen Ansteckung macht. Auch in solchen Situationen seien Differenzen zwischen Kunden durchaus an der Tagesordnung. „Viele ältere Kunden fühlen sich einfach nicht wohl, wenn sie ein Kind sehen, das keine Maske trägt“, sagte ein Händler.

So etwas sei auch schon im Südring-Center geschehen, weswegen ein Security-Mitarbeiter – möglicherweise etwas übermotiviert – eingegriffen habe. Die Mutter des maskenlosen Kindes hatte sich im Anschluss über den Mann beschwert. „Wir haben unsere Security-Kräfte angewiesen, bei Kindern liberal zu sein. Wir verstehen uns als kinderfreundliches Center“, sagte ein Sprecher, der sich für den Vorfall entschuldigt.

Die Mutter habe die Entschuldigung allerdings nicht angenommen, bedauert das Unternehmen. Aber auch das passiere in dieser sensiblen Zeit.

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