Tierhort Albert Schweitzer und Paderborner Fressnapf-Filiale hoffen auf Spenden
Wunschbaum für alte, kranke Hunde

Paderborn (WB/itz) -

Die Hunde sind krank, alt und einfach nicht mehr vermittelbar. Sie benötigen teure Medizin und müssen regelmäßig zum Tierarzt, was hohe Kosten verursacht. Tierschützerin Gudrun Lumpp hat sie dennoch alle in ihr Herz geschlossen – alle 23 Vierbeiner, die ihre spezielle Pflege benötigen.

Samstag, 05.12.2020, 01:54 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 02:00 Uhr
Rückblick: Schon im vergangenen Jahr hat die Fressnapf-Filiale in Paderborn einen Wunschbaum für die alten und kranken Tiere geschmückt, die bei Gudrun Lumpp leben. Foto: Jörn Hannemann

Mit ihren Helfern kümmert sich die 80-Jährige darum, dass die vierbeinigen Senioren einen möglichst angenehmen Lebensabend haben. Dabei können auch in diesem Jahr wieder alle Tierfreunde in der Region mitwirken, in dem sie für die Tiere spenden.

Der Tierhort Albert Schweitzer e.V. hat in der Paderborner Fressnapf-Filiale in der Karl-Schurz-Straße wieder Wunschkarten am Weihnachtsbaum aufgehängt. „Da unsere Hunde alle sehr alt und krank sind, haben sie einige spezielle Wünsche. Wir sind gespannt, welche Wünsche wohl erfüllt werden“, sagt Gudrun Lumpp. Unter anderem werden Decken benötigt, die die Hunde zum Kuscheln bekommen sollen. Aber auch viele weitere Wünsche warten darauf, erfüllt zu werden.

Seit 60 Jahren setzt sich die Tierschützerin schon für Tiere ein und betreibt das Tierheim. Für ihr unermüdliches Engagement ist sie bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Doch immer wieder aufs Neue berühren sie die Schicksale, die die Hunde erleben müssen.

Ganz aktuell ist ein 14 Jahre alter Hund zu ihr in die Pflege gekommen. „Die Besitzerin hat ihn schon sehr lange“, sagt die Paderbornerin. Eigentlich sollte er nur während eines Krankenhausaufenthaltes des Frauchens im Tierhort bleiben. Inzwischen stehe fest, dass die Besitzerin den Vierbeiner trotz einer so langen gemeinsamen Zeit nun nicht mehr „gebrauchen“ könne, sagt Lumpp. Zum Glück gebe es einige ältere Bürger, die regelmäßig die vierbeinigen Senioren zu Spaziergängen mitnehmen würden.

Corona habe sich bislang kaum auf ihr Leben ausgewirkt, sagt Lumpp. „Ich gehe sowieso nie aus. Mir fehlt es an nichts“, sagt die gelernte Krankenschwester, die ihr Geld in den Tierschutz steckt.

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