Winter kann kommen – 15000 Tonnen Salz liegen in Paderborn bereit – Personalengpässe wegen Corona?
In diesem Jahr gilt erhöhte Vorsicht

Paderborn -

Am vergangenen Wochenende hat Väterchen Frost den Paderbornern einen kleinen Vorgeschmack auf die kalte Jahreszeit gegeben und die ersten Streufahrzeuge auf den Plan gerufen. Hauptverkehrswege und einige Brücken wurden am Sonntagabend mit Feuchtsalz besprüht, um Glatteisbildung vorzubeugen.

Freitag, 04.12.2020, 01:42 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 16:44 Uhr
Der ASP ist für den kommenden Winter gerüstet. Die Fahrzeugflotte steht bereit. Foto: ASP Paderborn

Für den kommenden Winter habe der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP), der den Winterdienst koordiniert, die Vorbereitungen schon längst getroffen, teilt die Stadt mit. Rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen städtischen Ämter und Eigenbetriebe seien geschult, und alle benötigten Einsatzfahrzeuge für den Winterdienst vorbereitet. 1500 Tonnen Salz, 100 Tonnen Split und 60.000 Liter Feuchtsalz seien eingelagert. „Einiges an Material haben wir noch vom vergangenen Jahr, als der Winter fast vollständig ausgefallen ist“, erklärt Dr. Dietmar Regener, Winterdienst-Koordinator beim ASP. „Aber auch wenn die vergangenen Winter nicht streng waren, mit Bodenfrost und glatten Straßen ist immer zu rechnen.“

Aufgrund der Corona Pandemie müssen in diesem Jahr die Mitarbeiter besonders flexibel sein. „Sollte es im Laufe des Winters zu starken Personalengpässen kommen, könnte dies auch Einschränkungen im Winterdienst zur Folge haben“, ergänzt ASP-Chef Reinhard Nolte und bittet gleichzeitig die Paderborner, in diesem Jahr ihr Verhalten als Verkehrsteilnehmer ganz besonders an die Wetterverhältnisse anzupassen und mit Glatteis auch dort zu rechnen, wo man sonst immer freie Fahrt gewohnt ist. Es sollte selbstverständlich sein, so Nolte, dass jeder Autofahrer mittlerweile seine Winterreifen montiert und damit seinen Beitrag für ein sicheres Vorwärtskommen geleistet hat. An Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer werden in jedem Winter ebenfalls Anforderungen gestellt. Sie sind für die an ihre Grundstücke angrenzenden Gehwege oder gemeinsame Geh- und Radwege verantwortlich. Diese müssen in einer für den Verkehr erforderlichen Breite (möglichst mindestens 1,50 Meter) von Schnee geräumt oder gestreut werden. Als Gehwege zählen auch Fahrbahnränder von Straßen ohne einen erkennbar abgeteilten Gehweg.

In der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls oder nach dem Entstehen der Glätte zu beseitigen. Nach 20 Uhr muss grundsätzlich nicht mehr geräumt und gestreut werden, aber spätestens um 7 Uhr, sonn- und feiertags um 9 Uhr, müssen Schnee und Glätte beseitigt sein. Dabei sollte der Schnee nicht auf die Straße geschaufelt werden, denn dann könne es passieren, dass er von Räumfahrzeugen in die Einfahrt zurückgeschoben werde.

Wer sich ausführlicher über dieses Thema informieren möchte, kann beim ASP-Service-Center eine „Winterdienst-Broschüre“ anfordern oder sich unter www.asp-paderborn.de im Internet kundig machen. Das ASP-Service-Center ist telefonisch unter 0551/88-11710 von Montag bis Freitag 7 bis 18 Uhr zu erreichen, persönlich sind die Mitarbeiter An der Talle von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag bis 15 Uhr zu erreichen.

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