Bund beteiligt sich im Jahr 2021 an Flugsicherungskosten in Paderborn-Lippstadt
Airport bekommt Geld

Paderborn/Büren -

Der insolvente Flughafen Paderborn/Lippstadt darf im kommenden Jahr auf rund 600.000 Euro vom Bund hoffen. Das Geld soll den Aufwand für die Flugsicherungskosten verringern. Am OWL-Airport betragen diese insgesamt zwei Millionen Euro pro Jahr. „Das ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, meinte der Flughafen-Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne auf Anfrage.

Mittwoch, 02.12.2020, 21:08 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 07:11 Uhr
Der in Büren-Ahden gelegene Flughafen Paderborn/Lippstadt kann durch die Übernahme der Flugsicherungskosten sein Defizit verringern. Foto: Jörn Hannemann

 Seit vielen Jahren gibt es eine Wettbewerbsverzerrung in Deutschland. Bei einigen Flughäfen werden die Kosten der Flugsicherung durch den Bund übernommen. Dazu gehören zum Beispiel Düsseldorf, Münster oder auch Erfurt. Andere müssen die Kosten hingegen selbst tragen. Zu denen gehören der Paderborn-Lippstadt Airport oder auch der Flughafen Weeze.

„Diese Wettbewerbsverzerrung ist schädlich für unseren Regional-Flughafen. Deswegen setze ich mich seit Jahren dafür ein, dieses Problem zu beheben“, betont der Paderborner CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann.

Ende 2019 waren den betroffenen Flughäfen 50 Millionen Euro als Ausgleich für die Flugsicherungskosten in Aussicht gestellt worden. Damit wäre der heimische Airport komplett von den Flugsicherungskosten befreit gewesen. Corona-bedingt sind daraus nun 20 Millionen Euro geworden. Linnemann: „Deswegen müssen wir Bundestagsabgeordneten nun deutlich machen, dass es sich bei den 20 Millionen Euro nicht um Corona-Hilfen handelt, sondern um die Beseitigung von Wettbewerbsnachteilen.“ Eine Einmal-Zahlung reiche nicht aus. „Das muss dauerhaft gezahlt werden“, will der CDU-Politiker weiter Druck machen.

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