Wohnungen in Paderborn, Büren und Lippstadt durchsucht – erster Hinweis in Landshut
Falschgeld: drei Männer und zwei Frauen festgenommen

Paderborn/Büren/Lippstadt/Landshut/München (WB/LaRo) -

Falschgeldermittler haben am Mittwochmorgen insgesamt sechs Wohnungen in Paderborn, Büren und Lippstadt durchsucht. Der Ausgangspunkt der Ermittlungen liegt in Mengkofen (Niederbayern). Insgesamt sind drei Männer (30/36/40) und zwei Frauen (26/44) in Westfalen festgenommen worden.

Mittwoch, 02.12.2020, 12:31 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 18:36 Uhr
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Das teilten die federführende Staatsanwaltschaft Landshut und das Bayerische Landeskriminalamt mit, die vor Ort mit Beamten der Kreispolizeibehörden Paderborn und Soest im Einsatz waren. Unterstützt wurden die Ermittler dabei von Spezialeinsatzkräften der nordrhein-westfälischen Polizei. Gegen alle Festgenommenen bestehen Haftbefehle des Amtsgerichts Landshut wegen Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Geldfälschung und des schweren Bandendiebstahls.

Die Durchsuchungen in den Kreisen Paderborn und Soest fingen um 6 Uhr an und waren zwischen 11 und 12 Uhr beendet. In Paderborn seien zwei, in Büren eine und in Lippstadt drei Wohnungen durchsucht worden, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts dieser Zeitung. In jeder der Kommunen seien auch Festnahmen erfolgt.

Bei den Durchsuchungen wurden den Angaben zufolge ein gefälschter 50-Euro-Schein, eine geringe Menge Rauschgift, Einbruchswerkzeug und mögliches Diebesgut gefunden. Außerdem wurden mehrere Handys und Datenträger sichergestellt. Auch speziell ausgebildete Bargeldspürhunde wurden eingesetzt.

Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich vor allem auf die Herkunft der professionell hergestellten falschen Banknoten und auf die Feststellung weiterer Orte, an denen das Falschgeld ausgegeben wurde.

Ausgangspunkt in der niederbayerischen Gemeinde Mengkofen

Ausgangspunkt der Festnahme- und Durchsuchungsaktion am Mittwoch in Westfalen gegen die Geldfälscher war eine Information, die die Bundespolizei in Landshut Ende September erhielt – eine falsche 50-Euro-Note war in der kleinen niederbayerischen Gemeinde Mengkofen (Landkreis Dingolfing-Landau) aufgetaucht. Dort wurde in einem Geschäft versucht, mit dem Falschgeld einzukaufen. Eine aufmerksame Verkäuferin erkannte jedoch den falschen Schein. Die weiteren Ermittlungen wurden von der für Falschgeld zuständigen Falschgeldzentralstelle im Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) durchgeführt.

Schnell ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen einen 23-jährigen Mann, der noch in Landshut am selben Tag festgenommen werden konnte. Dabei hatte der Tatverdächtige noch zwei gefälschte 50-Euro-Noten bei sich.

Mehrere Tatverdächtige wurde im weiteren Verlauf ermittelt. Sie stehen, so die Staatsanwaltschaft und Polizei „im dringenden Tatverdacht, zusammen mit dem 23-Jährigen in unterschiedlicher Zusammensetzung in verschiedenen Bundesländern Falschgeld in mindestens fünfstelliger Höhe verausgabt und zahlreiche Diebstähle begangen zu haben“.

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