Erzbistum Paderborn baut für 2,5 Millionen Euro in der Gesellenhausgasse
Wohnen für Priester im Ruhestand

Paderborn -

In zentraler Innenstadtlage von Paderborn will das Erzbistum im nächsten Jahr ein neues Wohnkonzept für Priester im Ruhestand realisieren. Es umfasst sechs variable Wohneinheiten.

Dienstag, 01.12.2020, 19:30 Uhr
So soll das Wohngemeinschafts-Gebäude für Priester im Ruhestand aussehen. In der Regel leben viele Priester nach dem aktiven Dienst allein. Foto: architektur-werk-stadt Balhorn Wewer Karhoff

Nach Beendigung ihres aktiven Dienstes sollen die Pensionäre zukünftig in der Gesellenhausgasse in voneinander getrennten Wohneinheiten gemeinsam unter einem Dach leben. Mittelpunkt der Wohngemeinschaft soll die im Neubau gelegene Kapelle sein.

„Wir gehen neue und innovative Wege. Mit dem geplanten Gebäude und seinen variablen Wohneinheiten ermöglichen wir ein eigenständiges und zugleich unabhängiges Zusammenwohnen von Priestern, das gegen Vereinsamung im Alter gezielt auf Gemeinschaft setzt“, sagt Karsten Stahl, Abteilungsleiter für Zentrale Immobilien im Bereich Bauen des Erzbischöflichen Generalvikariats. In der Regel wohnten Priester sonst an verschiedenen Orten auch in ihrem Ruhestand vermehrt allein.

Geplant seien abgeschlossene einzelne Wohnungen als Rückzugsorte und die Kapelle zur gemeinschaftlichen Nutzung. Die zentrale Innenstadtlage sei wegen ihrer vielen sozialen, medizinischen und kirchlichen Einrichtungen in direkter Nähe ideal für ein altersgerechtes Wohnen.

„Die Größen der angebotenen Wohnungen sind vielfältig angelegt und sollen variabel bleiben: Wir wollen sie je nach den Bedürfnissen der Mieter anpassen können“, erläutert die zuständige Bauingenieurin Sabrina Zelesinski aus dem Bereich Bauen des Erzbischöflichen Generalvikariats.

Fünf der sechs Wohnungen sind in verschiedenen Größen jeweils für Einzelpersonen vorgesehen, eine Wohnung ist für einen Zweipersonenhaushalt ausgelegt. Hier sollen dann auch ein Ruhestandspriester mit seiner Haushälterin oder zwei Ruhestandspriester in vita communis leben können. Die Gesamtwohnfläche der sechs Wohnungen beträgt 460 Quadratmeter.

Das Baugrundstück gehört bereits dem Erzbistum Paderborn, das auch als Bauherr auftritt und späterer Vermieter sein wird. Nach Abschluss der anstehenden archäologischen Untersuchungen des Baugrunds soll das noch bestehende Altgebäude, das seit 2015, nach Umzug des von den Vinzentinerinnen getragenen Hospizes „Mutter der Barmherzigkeit“, leer steht, mit Beginn des neuen Jahres abgetragen werden.

Sollte es zu keinen Verzögerungen kommen, ist der Baubeginn für das neue Gebäude ab Sommer 2021 vorgesehen. Erstbezüge sollen dann ab Frühjahr 2023 möglich sein. „Entstehen wird ein barrierefreies und altersgerechtes Gebäude mit flexibel nutzbaren Wohnungen“, schaut Architekt Karsten Stahl in die Zukunft. Dabei werde besonders auf die Energieeffizienz geachtet.

Für das Projektvorhaben wird von Kosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro ausgegangen, in denen auch voraussichtliche Ausgaben beispielsweise für die archäologischen Arbeiten enthalten sind. Verwaltet und vermietet werden die fertigen Wohnungen später durch das Erzbischöfliche Generalvikariat.

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