Ort des Wohlfühlens: Lars Nolte und Kai Wehrmann tauchen die Herz-Jesu-Kirche in vielfarbiges Licht
Zeichen der Zuversicht in grauer Zeit

Paderborn -

Glaube ist Leidenschaft für das Mögliche: Für Pastor Roland Schmitz gibt es kaum einen Satz, der momentan treffender in die Zeit passt als dieser.

Dienstag, 01.12.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 07:38 Uhr
Pastor Roland Schmitz und Norbert Vossebein vom Kirchenvorstand (hinten) waren sogleich begeistert vom Lichtprojekt, das Lars Nolte und Kai Wehrmann umsetzen. Foto: Oliver Schwabe

Der Seelsorger ist begeistert, mit welcher Leidenschaft Lars Nolte und Kai Wehrmann ein Projekt in der Herz-Jesu-Kirche umsetzen, das den Besuchern des Gotteshauses in einer Zeit der Einschränkungen größtmöglichen Raum zur Besinnlichkeit, Einkehr und zum Wohlfühlen geben soll. Bis zum 27. Dezember erstrahlt die Kirche im Herzen der Stadt von innen und außen in vielfarbiger Lichterpracht.

Mal rot, mal purpur, mal blau – so kennen die Gemeindemitglieder den Altarraum ihrer Herz-Jesu-Kirche noch nicht. Gleich im Eingangsbereich empfängt sie eine Leinwand, auf die Paderborner Motive, Einspielungen mit christlichem Hintergrund, oder bald auch eigene Botschaften projiziert werden. Ein Hingucker ist auch der Hirschaltar im Seitenschiff mit zwei silbern strahlenden stattlichen Hirschen, die die Gottesmutter flankieren. Dazu gibt es besinnliche Musik.

„Wir können in dieser Zeit keine großen Gottesdienste feiern, wollen aber trotzdem Hoffnung und Zuversicht vermitteln. Die Kirche soll ein Ort der Inspiration mit Farbe und Licht in einer grauen Zeit sein und allen – egal welcher Religion, Konfession oder Weltanschauung – offen stehen“, sagt Pastor Schmitz. Und: Die Kirche habe den Raum, den die Jungunternehmer Lars Nolte und Kai Wehrmann derzeit nicht bespielen können. Denn die beiden Jungunternehmer sind in der Eventbranche und Gastronomie unterwegs und damit derzeit ohne Aufträge und Aufgabe. Ihr Plan, im Sommer einen Club zu eröffnen, platzte ebenso, wie viel Eigenkapital verloren ging.

Umso mehr ist ihre Leidenschaft für das Lichtprojekt im Gotteshaus entbrannt. „Unsere Idee war, etwas Positives anzubieten“, sagt Lars Nolte, der auch Organist in der Gemeinde ist. Seit Oktober basteln die beiden an der Umsetzung und haben im Endspurt in nächtelanger Arbeit Technik und Strahler aufgebaut sowie endlose Meter Kabel verlegt, um die Kirche in ganz besonderes Licht zu tauchen. Finanziert wird das Projekt aus dem Fonds des Erzbistums „Weihnachten trotz Corona“.

„Die Herz-Jesu-Kirche ist Schnittstelle zwischen Westernstraße, Bahnhofsstraße und Riemekeviertel, hier sind viele Menschen unterwegs. Ihnen wollen wir die Möglichkeit bieten, einfach hereinzukommen und die Atmosphäre zu genießen“, sagt Pastor Roland Schmitz. Die Hygienevorschriften und Maskenpflicht gelten weiterhin. Die Illumination ist von 16 bis 19 Uhr zu sehen. Dann werden auch Ansprechpartner vor Ort sein, mit denen die Besucher ins Gespräch kommen können. Pastor Schmitz glaubt, dass so durchschnittlich 500 Menschen täglich die Kirche besuchen können – einzeln, zu zweit oder als Familie. Kleinstgruppen können einen Termin ausmachen.

Auch von außen haben Lars Nolte und Kai Wehrmann den Kirchturm ins rechte Licht gesetzt.

Auch von außen haben Lars Nolte und Kai Wehrmann den Kirchturm ins rechte Licht gesetzt. Foto: Oliver Schwabe

Gleichzeitig soll das Projekt dynamisch und lebendig sein. Wer schon immer einmal predigen wollte oder Grußbotschaften, Zitate, Gedichte und Gebete übermitteln möchte, kann diese vom 13. Dezember an als kleine Videosequenz (30 bis 60 Sekunden) auf die Internetadresse filmond.de/projektherzjesu hochladen. Sie werden dann vom 20. Dezember an auf der großen Leinwand im Eingang gezeigt. Weiterhin sind besondere Gottesdienste im Kerzenschein an den Adventssamstagen um 18.30 Uhr geplant. An Heiligabend wird in der Zeit von 15 bis 17 Uhr ein Stationsgang mit Besuch der Krippe und Möglichkeit der Segnung angeboten.

„Wir brauchen ein Zeichen der Zuversicht und wollen den Menschen in einer Krisenzeit Mut machen“, sagt Pastor Schmitz. Für Kai Wehrmann und Lars Nolte ist es ein versöhnlicher Jahresabschluss. „Es ist fast unglaublich, dass dieses schlimme Jahr noch ein so schönes Ende nimmt. Ich werde definitiv Weihnachten hier verbringen“, sagt Kai Wehrmann.

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