Heribert Stork im Alter von 77 Jahren plötzlich verstorben
Trauer um mutigen Unternehmer

Bad Lippspringe/Paderborn -

Der Unternehmer Heribert Stork ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Seine Familie, die Mitarbeiter, Geschäftspartner und Vertreter aus Politik und Gesellschaft trauern um einen mutigen Unternehmer, Pionier und Visionär.

Montag, 30.11.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 20:36 Uhr
Schlüsselübergabe am Vital-Hotel: Heribert Stork eröffnete 1987 zunächst die Therme und zehn Jahre später das Vital-Hotel in Bad Lippspringe.

Heribert Stork hinterlässt mit der Westfalen-Therme und dem Vital-Hotel in Bad Lippspringe, der Ostsee Therme mit Hotel Gran Belveder am Timmendorfer Strand, der Sachsen-Therme in Leipzig sowie der Rhein-Main-Therme mit Vital Hotel bei Frankfurt ein Lebenswerk, das beeindruckender nicht sein könnte.

Heribert Stork wurde im Zweiten Weltkrieg am 17. November 1943 in Brakel-Riesel geboren. Er wuchs auf dem elterlichen Hof auf, machte sein Abitur und studierte an der damals Technischen Hochschule Hannover Bauingenieurwesen. Nach dem Examen zog es ihn in den Oman, wo er bei der Realisierung von Autobahnbauprojekten erste Berufserfahrung sammelte. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters kam er zurück, um nach Zwischenstationen in Dortmund und Köln im Oktober 1973 sein eigenes Ingenieurbüro für Wasser- und Straßenbau in Paderborn zu gründen. Er heiratete seine Frau Regina, die den beiden Kindern Nadine und Robin das Leben schenkte.

In den Folgejahren wurde die Ingenieurberatung Stork zu einem der erfolgreichsten Ingenieurbüros in den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Höxter, wie die Unternehmensgruppe Stork mitteilt.

In Paderborn wurde Heribert Stork auch politisch aktiv, gewann aus dem Stand seinen Wahlkreis in Schloß Neuhaus und saß für eine Amtszeit als CDU-Ratsherr im Rat der Stadt Paderborn.

Für die Stadt Paderborn erstellte Heribert Stork zwei Generalentwässerungspläne, in denen der Grundstein für den heutigen Entwässerungskomfort für die Bürger der Stadt gelegt wurde.

Als Visionär und Pionier entwickelte er Mitte der achtziger Jahre die Idee eines Freizeitbades. Die Westfalen-Therme sollte in Paderborn entstehen, wo er mit Verwaltung und Politik nach einem geeigneten Standort suchte. Nach einer Absage durch die Stadtverwaltung sondierte er in Bad Lippspringe nach Alternativen und wurde dort mit offenen Armen empfangen. Im Frühjahr 1987 wurde die Westfalen-Therme feierlich eröffnet. „Entgegen vieler Zweifler wurde die Westfalen-Therme ein herausragender Erfolg und gilt als eine der ersten Anlagen dieser Art in Deutschland“, heißt es aus der Unternehmensgruppe.

Heribert Stork entwickelte das Konzept seiner Bade-, Sauna- und Freizeitanlagen immer weiter, und eröffnete so im Jahre 1992 die Ostsee-Therme in Scharbeutz, 1998 die Sachsen-Therme in Leipzig und 2001 die Rhein-Main-Therme in Hofheim am Taunus.

Parallel dazu entwickelte er die Idee eines Hotels an seinen Thermen. Auch hier leistete er Pionierarbeit und war einer der ersten, der das Konzept eines Resorts in Deutschland realisierte.

Im Jahre 1997 entstand so das 4-Sterne Vital-Hotel in Bad Lippspringe, 2008 das 5-Sterne Superior Hotel Gran Belveder in Scharbeutz und 2015 das 4-Sterne Vital-Hotel in Hofheim am Taunus bei Frankfurt.

Es habe Heribert Stork mit großer Genugtuung erfüllt, dass die Konzepte aufgingen und seine „Unternehmensgruppe Stork“ zu einem der erfolgreichsten Unternehmen im Deutschen Bade-, Freizeit- und Wellnessbereich wurde, heißt es weiter.

Er habe dabei nie seine Paderborner Heimat vergessen. Beispielhaft sei das Padercafé zu nennen, das Heribert Stork baute, um den Erholung suchenden Paderbornern nach ihrem Spaziergang um den Padersee eine Möglichkeit der Einkehr zu bieten.

Heribert Stork agierte immer mit großer Weitsicht. Er führte seinen Sohn Robin und seinen langjährigen Mitarbeiter Norbert Leibold in die Geschäftsleitung ein und übertrug ihnen nach und nach die Leitung des operativen Geschäfts.

„Heribert Stork hat seine Mitarbeiter über Jahrzehnte inspiriert und vielen Millionen von Thermen- und Hotelgästen in Deutschland eine Möglichkeit der Freizeit und Erholung geboten. In seinem Lebenswerk lebt er unvergessen fort“, heißt es abschließend.

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