Kontaktverfolgung von positiv getesteten Corona-Infizierten
Zehn Soldaten helfen im Kreis Paderborn

Paderborn -

Zehn Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unterstützen von sofort an bis Anfang Dezember das Paderborner Kreisgesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung von positiv getesteten Corona-Infizierten. Das teilte der Kreis Paderborn am Dienstag mit.

Dienstag, 10.11.2020, 14:21 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 15:48 Uhr
Landrat Christoph Rüther (rechts im Bild) und Major Sven Büsing, Stellvertretender Leiter des Kreisverbindungskommandos Paderborn, begrüßen die Soldatin und Soldaten zum Dienstbeginn im Paderborner Kreisgesundheitsamt Foto: Kreis Paderborn - Pressestelle

„Unser Ziel ist es, das Pandemiegeschehen vor Ort einzudämmen, indem wir Infektionsketten vor Ort aufspüren und erfolgreich durchbrechen“, erläutert Landrat Christoph Rüther. Deshalb freue er sich sehr über die helfenden Hände der Bundeswehr. „Auf uns ist Verlass, wir helfen solange wir gebraucht und gewünscht werden sowie die nötigen Ressourcen dazu zur Verfügung stellen können“, betont Major Sven Büsing, stellvertretender Leiter des Kreisverbindungskommandos Paderborn. Büsing selbst lebt mit seiner Familie in Salzkotten-Winkhausen.

Die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Paderborn steigt seit Tagen steil an. Der Krisenstab des Kreises Paderborn hatte deshalb auch die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Erreicht ein positiver Befund das Kreisgesundheitsamt, beginnt eine aufwendige Telefonrecherche nach Kontaktpersonen mit erhöhtem Infektionsrisiko im Sinne der RKI-Richtlinien. In jedem Gespräch müssen viele Fragen abgeklopft und beantwortet werden. Die Strategie dahinter lautet: Infizierte isolieren, Kontaktpersonen unter Quarantäne stellen. „Das ist sehr zeitintensiv. Wir beobachten jedoch seit Wochen, dass diese Kontaktpersonen zunehmend positiv getestet werden. Deshalb hilft genau diese Arbeit, die Zahlen zu senken“, betont die Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert.

Am ersten Tag stand eine Software-Schulung auf dem Programm für die Soldatinnen und Soldaten der ersten Kompanie des Panzerbataillons 203 der Panzerbrigade 21 in Augustdorf: Diese gesamte Fallbearbeitung im Gesundheitsamt, vom Befundeingang bis hin zur Übermittlung an das Robert-Koch-Institut, erfolgt mittlerweile komplett digital mit der Software Äskulab21.

Beim ersten positiven Covid-19-Befund am 7. März war noch für jeden Fall eine Papierakte, die Kontaktdaten in einer Excel-Datei angelegt worden. Das ist Geschichte, die Digitalisierung sorgt auch im Herzen der Pandemiebekämpfung für Zeitersparnis und Transparenz der Arbeitsschritte. Die Umstellung auf das papierlose Gesundheitsamt erfolgte in den Monaten März und Juni. Jedoch ist das Programm nicht intuitiv zu bedienen. Neue Mitarbeitende werden daher sorgfältig eingearbeitet.

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