T.U.L.P.E. schafft Perspektiven für Patienten mit Krebs an Kopf und Hals – Treffen in Paderborn
Vorträge zum Vereinsjubiläum

Paderborn -

Der Bundesverein T.U.L.P.E. hat anlässlich seines 25-jährigen Bestehens im Paderborner Haus Immaculata ein Treffen abgehalten: „Ob Tumor oder Unfall – ein Leben mit Perspektive und Epithese“ lautete das Thema.

Montag, 09.11.2020, 01:23 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 02:00 Uhr
Die Mitglieder von T.U.L.P.E. freuen sich über das 25-jährige Bestehen des Vereins. Sie sind betroffen von Krebs und beraten Patienten, um ihnen Ängste und Unsicherheiten zu nehmen.

Der Verband besteht aus Menschen, die einen Hals- oder Kopftumor haben, und aus Gesichtsversehrten. „Unser Ziel ist, Kontakte zu Medizinern, Therapeuten und Epithetikern zu knüpfen. Gleichzeitig wollen wir Betroffenen helfen. Denn wir wissen, wovon wir sprechen. Wir haben die Erfahrungen in der Behandlung bereits gemacht, die Neuerkrankte noch vor sich haben. Wir können ihnen Ängste und Unsicherheiten nehmen“, sagt Vorsitzende Doris Frensel.

Sie freute sich, dass als Referentin für das Treffen in Paderborn unter anderem Sandra Schnülle, Leiterin der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Brüderkrankenhauses St. Josef, zur Verfügung stand. „Wir versuchen, den Patienten ein Geländer zu bieten, um die Krankheit bewältigen zu können.“

Die Psychologische Psychotherapeutin berichtete über einen anderen wichtigen Aspekt: die Bewältigungshilfe für Angehörige. „Erkrankt ein Angehöriger an Krebs, hat das immer Auswirkungen auf sein privates Umfeld, insbesondere auf den Partner und die Familie.“

Die Vereinsmitglieder waren sich einig, dass es zu wenige Psychoonkologen gibt. „Im Krankenhaus in der Akutphase funktioniert das Angebot der psychoonkologischen Betreuung recht gut. Wenn der Patient zu Hause ist, wird es oft schwieriger, denn ich kann als Patientin mit einem Gesichtstumor nicht ein halbes Jahr auf einen Termin warten“, betont Doris Frensel.

Das Vortragsprogramm wurde durch Frank Denecke vom Selbsthilfe-Kompetenz-Zentrum Bremen abgerundet. Er referierte zum Thema: „Selbsthilfe in der Medizin – interdisziplinäre Zusammenarbeit.“

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