Paderborner Kreisgesundheitsamtsleiterin warnt: „Jetzt ist nicht die Zeit für Partys“ – Testresultate von Johannisstift-Mitarbeitern
Coronavirus: zwei weitere Todesfälle in Bad Lippspringe – 68 Neuinfektionen

Paderborn/Bad Lippspringe (WB). Es gibt zwei weitere Todesfälle in Bad Lippspringe, die in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion stehen. Der Kreis Paderborn teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass zwei Männer (79/89) gestorben sind. Die Zahl der Infektionen steigt: Stand Donnerstag, 11 Uhr, wurden dem Paderborner Kreisgesundheitsamt gegenüber dem Vortag offiziell 68 neue gemeldet.

Donnerstag, 05.11.2020, 15:58 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 14:52 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Insgesamt sind damit im Kreis Paderborn seit Beginn der Pandemie 45 Menschen im Zusammenhang mit der Virusinfektion gestorben, zehn davon in Bad Lippspringe. Das dortige Seniorenheim Jordanquelle bestätigte den Tod von fünf Bewohnern.

Derweil haben 19 weitere Erkrankte im Kreis eine Infektion überstanden. Es gibt in den zehn Kommunen derzeit 624 aktive Fälle. 24 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, vier von ihnen intensivmedizinisch. 2287 Menschen befinden sich im vom Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne (Vortag: 1925).

Wie bereits am Morgen berichtet, stieg am Donnerstag nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit (LZG), die Sieben-Tages-Inzidenz auf 91 (Stand: Donnerstag, 0 Uhr). Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Am Mittwoch lag er bei 87,7.

Die 624 aktiven Fälle verteilen sich im Kreis wie folgt: Paderborn (273), Delbrück (101), Bad Lippspringe (95), Bad Wünnenberg (33), Borchen (29), Lichtenau (27), Salzkotten (22), Büren (17), Hövelhof (14) und Altenbeken (13).

Testresultate von 500 St.-Johannisstift-Mitarbeitern liegen vor

Nachdem – wie berichtet – auf der Intensivstation und einer Allgemeinpflegestation des St. Johannisstifts drei Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden waren, wurden die entsprechenden 14 Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt. Die Intensivstation schränkte deshalb die Aufnahme-Kapazität ein, ausgewählte Operationen wurden gestoppt und das St.-Johannisstifts wurde vorübergehend aus dem Netz für Notfälle abgemeldet.

Aus Sicherheitsgründen seien dann am 2. und 3. November sämtliche Mitarbeiter getestet worden, heißt es in einer Mitteilung des Krankenhauses. Die Resultate liegen nun vor: Von den rund 500 Mitarbeitern seien drei positiv getestet worden. Dazu sagt Ute Panske, Geschäftsführerin ev. Krankenhaus St. Johannisstift und Vorstandsmitglied: „Das Resultat ist als herausragend zu bewerten. Die positiven Befunde liegen unter einem Prozent und zeigen, dass unsere Hygienekonzepte greifen. Die positiv getesteten sowie die entsprechenden Kontaktpersonen sind in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne gesetzt und werden erst nach entsprechender Freigabe durch das Gesundheitsamt wieder ihren Dienst aufnehmen.“ Ebenso seien alle im Krankenhaus behandelten Patienten getestet worden. Dabei habe es keine positiven Testbefunde gegeben. Die Testaktion wurde von einem internen Screeningteam durchgeführt.

„Wir sind für die anstehenden Herausforderungen gut gerüstet, und profitieren von den Erfahrungen aus dem Frühjahr. Der situative Einsatz von Corona-Schnelltests schafft hier zusätzliche Sicherheit für Patienten und Mitarbeitende“, sagt Panske weiter.

Kreisgesundheitsamtsleiterin warnt

Die Leiterin des Kreisgesundheitsamts, Dr. Constanze Kuhnert warnt eindringlich: „Wir haben die meisten Neuinfektionen im privaten und familiären Bereich. Das ist jetzt nicht die Zeit für Partys und andere Feiern.“ Die Coronaschutzverordnung regelt die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Danach sind Treffen nur noch mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes, begrenzt auf maximal zehn Personen, gestattet. Für den privaten Bereich gelte die Aufforderung des NRW-Gesundheitsministeriums sich auch an diesen Regeln zu orientieren.

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie ist im Kreis Paderborn auf 1636 gestiegen. 967 Menschen haben eine akute Infektion überstanden.

Quelle: Kreis Paderborn

Quelle: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

Mit der Feststellung der sogenannten Gefährdungsstufe II und der Allgemeinverfügung des Kreises Paderborn (hier als PDF auf der Kreis-Website) waren am 28. Oktober eine Reihe von weiteren Schutzmaßnahmen in Kraft getreten, die in der Corona-Schutzverordnung von NRW aufgelistet sind. Vom 5. November an gilt eine neue Fassung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 erreichbar. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier gibt es eine Übersicht des Kreises zu allen aktuellen Regelungen.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7665210?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
CDU-Bundesvorstand will Laschet als Kanzlerkandidaten
CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet wird Kanzlerkandidat.
Nachrichten-Ticker