Suchtkrankenhilfe des Caritasverbandes Paderborn ist weiterhin aktiv
Premiere für Video-Sprechstunde

Paderborn (WB). Auch wenn die zweite Welle der Corona-Pandemie das öffentliche Leben wieder einschränkt, wichtige Beratungsangebote sind weiterhin möglich. So wie bei der Suchtkrankenhilfe des Caritasverbandes Paderborn.

Mittwoch, 04.11.2020, 01:39 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 10:44 Uhr

„Gerade in diesen Zeiten, in denen soziale Kontakte wieder streng reglementiert sind, kommt der Beratung von Suchtkranken eine enorm wichtige Rolle zu“, betont Veronika Balz von „Bass“ – Beratungsstelle für Alkohol und sonstige Suchtfragen. Denn oft fehlen aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit Aufgaben, um dem Tag eine Struktur zu geben. Diese sei aber wichtig, um eine gewonnene Abstinenz aufrechterhalten zu können.

Andererseits gab Corona manchen Menschen mit problematischem Glücksspielverhalten einen wichtigen Impuls, ist sich Eva Engelkamp sicher. Sie ist Beraterin in der Fachstelle Glückspielsucht „Spielfrei“ beim Caritasverband. „Weil im Shutdown die Spielhallen geschlossen waren, haben vermehrt Menschen den ersten Schritt in die Beratung gemacht.“

Auch in Corona-Zeiten setzen die Sozialarbeiter weiter auf persönliche Gespräche in der Beratungsstelle im Ükern 13. Aber Telefonate sind mittlerweile eine gute Alternative. „Wir profitieren jetzt von unseren Erfahrungen aus dem Lockdown im Frühjahr“, erklärt Mathias Pape, Berater bei der „Bass“. Hier fanden teilweise auch Gespräche unter freiem Himmel bei einem kurzen Spaziergang statt. Nun möchte man, solange möglich, unter Einhaltung der bekannten AHA-Regeln auch die persönlichen Kontakte in den Beratungsräumen weiter stattfinden lassen. Viele Selbsthilfegruppen leiden in der Corona-Krise besonders, weil sie sich wegen der Kontaktbeschränkungen nicht oder nur eingeschränkt treffen dürfen. Aber gerade diese Treffen sind nach erfolgreicher Therapie für viele Menschen wichtige Strukturgeber, können vor Rückfallen schützen und dienen so der Abstinenzsicherung.

Wie wichtig die Aufgabe der Suchtberatung ist, machen die Klientenkontakte aller Beratungsstellen der Suchtkrankenhilfe deutlich: Im vergangenen Jahr wurden knapp 1600 Menschen aus dem Stadt- und Kreisgebiet Paderborn erreicht.

Am ersten bundesweiten Aktionstag Suchtberatung der Deutschen Hauptstelle für Suchfragen am Mittwoch, 4. November, bietet die „Bass“ erstmals eine Video-Sprechstunde an. Wer dieses Angebot wahrnehmen möchte, schreibt eine Mail an skh-verwaltung@caritas-pb.de mit dem Betreff „Videoberatung 04.11.20“. Mathias Pape steht an diesem Tag als Berater für ein vertrauliches Einzelgespräch zur Verfügung.

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