Bad Lippspringer Einrichtung hat nun fünf tote Bewohner zu beklagen, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind
Zwei weitere Todesfälle im Seniorenheim Jordanquelle

Bad Lippspringe/Paderborn (WB/LaRo/mba). Das Seniorenheim Jordanquelle hat am Montag bestätigt, dass zwei weitere Bewohner der Einrichtung gestorben sind. Zuvor hatte der Kreis gemeldet, dass es zwei weitere Todesfälle in Bad Lippspringe gegeben habe. Eine 88-Jährige und ein 90-Jähriger seien in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

Dienstag, 03.11.2020, 06:55 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 16:29 Uhr
Das Seniorenheim Jordanquelle. Foto: Oliver Schwabe

„Wir bedauern den Verlust weiterer zwei Bewohner und lieben Menschen unserer Einrichtung. Den betroffenen Angehörigen und Freunden sprechen wir unser tiefes Beileid aus. Von Herzen das Team der Jordanquelle und Familie Niggemann“, heißt es auf der Website der privat geführten Einrichtung: www.jordanquelle.de/aktuelleinfo-situation

Nach den drei Todesfällen der vergangenen Woche sind nun insgesamt fünf Bewohner der Jordanquelle in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben. Der Kreis Paderborn hat seit Beginn der Corona-Pandemie 41 Tote zu beklagen.

„Einige Bewohner befinden sich deutlich auf dem Wege der Genesung, was Angehörige und Mitarbeiter von Herzen berührt. Auch die Krankenhäuser melden vermehrt die Rückverlegung unserer BewohnerInnen und Bewohner ins Haus. Unsere Mitarbeiter kehren teilweise aus der Quarantäne zurück und freuen sich, auf ein Wiedersehen“, heißt es in der aktuellen Mitteilung der Jordanquelle weiter.  Dort gilt ein besonderer Dank der Klasse 4a der Concordia Grundschule in Bad Lippspringe, die einen Umschlag übersandt habe: „Er war gefüllt mit persönlichen Briefen von einzelnen Schülern, die direkt an unsere Senioren gerichtet wurden. Beim Lesen dieser herzlich geschriebenen Briefe, waren wir von Tränen gerührt. Soviel Nächstenliebe und Herzlichkeit ist ein so großes Geschenk für uns alle in diesen Zeiten.“

Krankenhaus, Familienzentrum und Gymnasien in Paderborn betroffen

Drei Mitarbeiter des Paderborner Krankenhauses St.-Johannisstift haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Da 14 weitere Mitarbeiter des Bereichs Intensivstation/Anästhesie, die engen Kontakt zu ihnen hatten, vorsorglich in Quarantäne geschickt wurden, musste das Krankenhaus reagieren und hat aktuell geplante Operationen verschoben. „Die Akutversorgung ist aber noch gesichert“, sagte Johannisstift-Geschäftsführerin Ute Panske am Montag dieser Zeitung. Auch an den Schulen breitet sich das Virus aus. Vier Gymnasien sind aktuell betroffen.

Für zwei Wochen geschlossen wird das Evangelische Familienzentrum Johannes wegen eines Corona-Falls. Wie die Einrichtung in Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Paderborn mitteilte, ist die Schließung durch das Gesundheitsamt nach einem positiven Corona-Test bei einer Routine-Untersuchung einer Mitarbeiterin verfügt worden. Alle Kontaktpersonen wurden für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Von der Schließung betroffen sind drei Gruppen mit 69 Kindern und 20 Mitarbeiterinnen.

Zwölf neue Corona-Fälle sind bis Montag dem Kreis zufolge gegenüber Samstag hinzugekommen. Zurzeit gibt es im Kreis Paderborn 471 aktive Fälle.

Weitere Informationen

Mit der Feststellung der sogenannten Gefährdungsstufe II und der Allgemeinverfügung des Kreises Paderborn (hier als PDF auf der Kreis-Website) waren am 28. Oktober eine Reihe von weiteren Schutzmaßnahmen in Kraft getreten, die in der Corona-Schutzverordnung von NRW aufgelistet sind. Von Montag, 2. November, an gilt die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW (Link führt zum PDF auf der Landes-Website).

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 erreichbar. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier gibt es eine Übersicht des Kreises zu allen aktuellen Regelungen.

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