Corona im Herbst: LWL-Klinik Paderborn befürchtet massive psychische Belastung
Jetzt die Psyche stabilisieren

Paderborn (WB). Die Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie sind für Praxen, Krankenhäuser und die Patientenversorgung enorm. Dieses gilt im besonderen Maße für die Psychiatrie, wie die LWL-Klinik Paderborn mitteilt.

Freitag, 30.10.2020, 22:55 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 23:00 Uhr
Wer sich durch die Herausforderungen der Pandemie wie Angst, Vereinsamung und fehlende Zuwendung psychisch krank fühlt, kann sich an die LWL-Klinik Paderborn wenden, die über Betroffene und Angehörige berät und über Therapien informiert. Foto: Jörn Hannemann

Die Klinik in der Paderstadt stellt sich dieser Herausforderung mit einem bewährten und funktionierenden Hygienekonzept, das durch eine Hygienefachkraft stets überprüft und angepasst wird. Dieses gelte insbesondere in der aktuellen Krisensituation, der sich alle stellen müssten.

Doch wie gehen wir mit beunruhigenden Nachrichten um, mit Angst vor Ansteckung, Erkrankungen und Vereinsamung durch Kontaktsperre, welche sich gravierend auf den Menschen auswirken? Psychisch kranke Menschen kommen hiermit oft nur schwer zurecht und die Symptome verstärken sich. Fehlende Zuwendungen, Einhaltung von Abstand und ausbleibende soziale Kontakte lassen Sicherheit und Geborgenheit schon mal wegbrechen. Häufig kommt es zu Hoffnungslosigkeit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und zu materiellen und existenziellen Unsicherheiten und Zukunftsängsten.

Was macht das mit einem Menschen? Gegenwärtig nehmen die Krankschreibungen aufgrund psychischer Belastungen und Reaktionen zu. Und auch in den kommenden Monaten, wenn nicht Jahren, befürchtet die LWL-Klinik Paderborn einen weiterer Anstieg an psychischen Erkrankungen vor allem an ängstlich-depressiven Krankheitsbildern.

Bleibt die Frage, was ein einzelner tun kann, um eine psychische Stabilität herzustellen? Gerade in den kommenden Wintermonaten, gepaart mit der Corona-Pandemie, ist es wichtig, eine geregelte Tagesstruktur herzustellen. Bewegung an der frischen Luft, die Kontaktmöglichkeiten unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Bestimmungen nutzen, soziale Strukturen schaffen, telefonieren, positive Gedanken stärken, äußere Zeitgeber wie Licht und regelmäßige Essenszeiten beachten. „Zwischenmenschliche Begegnungen sorgen für eine stabile psychische Gesundheit“, teilt die LWL-Klinik mit.

Ist diese nicht gegeben und kommt es zu massiver psychischer Belastung, ist die LWL-Klinik Paderborn mit Beratung und Therapien für Betroffene und Angehörige auch weiterhin ansprechbar. „Wenn Sie psychisch krank sind, nehmen Sie bitte Hilfe in Anspruch“, teilt die Klinik mit: „Jetzt heißt es, gesund bleiben, auch psychisch.“

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