Naturkundemuseum in Schloß Neuhaus kooperiert mit Schulen bei digitalen Projekten
Blick hinter die Kulissen

Schloß Neuhaus (WB). Unter dem Motto „Museum macht Schule“ hat das Naturkundemuseum in Schloß Neuhaus ein Konzept entwickelt, das eine Kooperation zwischen Schule(n) und Museum vorsieht. Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, sich im Kontext der aktuellen Sonderausstellung „Kleid der Tiere – Geniale Verpackungen der Natur“ ein Thema zu erschließen.

Donnerstag, 29.10.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 05:50 Uhr
Das Zeitalter der Schreibmaschinen ist vorbei. Heute lernen Schülerinnen und Schüler nicht zuletzt mit Hilfe von Videos. Anregungen dafür sollen sie im Museum finden. Foto: Markus Winkler

Dieses wählen sie aus einem ihnen zur Verfügung gestellten, an der Ausstellung orientierten Materialpool selbst aus. Ziel des Projekts, das coronabedingt in Kleingruppen von bis zu neun Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden kann, ist das Entwickeln eines digitalen Formats.

Auf dem Weg dorthin sind der Kreativität nahezu keine Grenzen gesetzt: So können die Kleingruppen nicht nur ihr Thema selbst wählen, sondern haben auch hinsichtlich der Länge des Beitrags und der Wahl der verwendeten Medien freie Hand. „Diese Wahlfreiheit“, sagt Julian Schröder, der das von den Kulturscouts OWL geförderte Projekt initiiert hat, „soll ein möglichst hohes Maß an intrinsischer Motivation generieren und die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit dem eigenen Projekt fördern.“

Mischformen aus Digitalem und Analogem möglich

Denkbar ist beispielsweise die Produktion von Tonaufnahmen, Videosequenzen oder Präsentationen. Aber auch Mischformen aus Digitalem und Analogem sind denkbar. Vielfältig sind auch die Möglichkeiten des weiteren Umgangs mit den Ergebnissen. Möglich ist etwa eine Präsentation auf den Internetseiten von Museum und Schule, in den Sozialen Medien oder in der Ausstellung.

Auch die Speicherung der Ergebnisse für einen klasseninternen Materialpool ist hier denkbar. So können die Ergebnisse der Kooperation von Museum und Schule im Anschluss an das Projekt vertieft oder in eine Unterrichtsreihe integriert werden.

„Bei unserem Projekt geht es explizit nicht darum, das am aufwendigsten produzierte Video oder die klangvollste Tonaufnahme zu produzieren; vielmehr wollen wir zeigen, wie bereichernd digitale Elemente im Lehr-Lern-Kontext selbst mit geringsten Mitteln sein können“, betont Schröder. Das Projekt solle, neben dem Erwerb von Medienkompetenz und dem Erschließen eines inhaltlichen Gegenstands, den Schülerinnen und Schülern den Kulturort Museum näherbringen und ihnen einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Die Arbeitsphase kann demnach schwerpunktmäßig in der Schule stattfinden, aber – nach vorheriger Anmeldung – auch in den Räumen des Museums umgesetzt werden. Auch mit Unterstützung der Mitarbeiter.

Bei dem auf Digitales ausgerichteten Projekt handele es sich nicht um etwas rein aus der Not Geborenes, sagt Julian Schröder: „Natürlich kommen digitale Formate sowohl Kultur als auch Bildung in Zeiten der Corona-Pandemie sehr entgegen und stellen vielfach die einzige Möglichkeit des Fortbestehens dar. Sie haben jedoch vor allem einen innovativen, zukunftsweisenden Charakter und sollten nicht zur Übergangslösung stilisiert werden.“

Das Naturkundemuseum und die Kulturscouts OWL informieren auf ihren Websites über das Projekt.

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