Firma Henke aus Paderborn kann jetzt auch besonders schwere Gegenstände lagern und transportieren
Diese Halle ist ein Meilenstein

Paderborn (WB). Die Halle an der Pamplonastraße in Paderborn eröffnet dem Speditions- und Logistikunternehmen Henke große Möglichkeiten. Zwei 32-Tonnen-Kräne können selbst schwerste Gegenstände hin und her bewegen. In der Halle ist auch Platz für tonnenschwere Deckenbinder, die in der Giga Factory von Tesla im brandenburgischen Grünheide gebraucht werden. Die Paderborner Firma Henke Transport & Logistik transportiert als Dienstleister des Bielefelder Bauspezialisten Goldbeck diese Deckenbinder zum Werk des amerikanischen E-Auto-Herstellers und leistet so einen Beitrag zur Entstehung einer Fabrik, die in ganz Deutschland mit Interesse verfolgt wird.

Mittwoch, 28.10.2020, 08:00 Uhr
Die Erweiterung an der Pamplonastraße ist schon fast fertig, was die Chefs Ludger Henke (links) und Ludgerus Henke (rechts) sowie den Standortleiter Thomas Hark freut. Die Bielefelder Firma Goldbeck, vertreten durch Nora Eberlein, setzt das Projekt für den Kunden Henke um. Foto: Oliver Schwabe

Henke stellt sicher, dass die Teile rechtzeitig dort eintreffen und montiert werden können. „Vor sechs Wochen haben wir dafür gesorgt, dass innerhalb von sechs Stunden 31 Lkw im Fünfzehn-Minutentakt in der Giga Factory angekommen sind“, erzählt Thomas Hark. Er ist der Chef der neuen Halle, die in Mönkeloh gerade vom langjährigen Geschäftspartner Goldbeck errichtet wird und nahezu fertig ist.

Seit Mitte August wird sie gebaut, Mitte Januar 2021 wird vermutlich alles erledigt sein. Für die Henke Transport & Logistik GmbH & Co. KG ist der Anbau an das bereits bestehende Gebäude ein Meilenstein. „Ende 2018 sind wir hier gestartet und haben schnell festgestellt, dass die Kapazitäten nicht ausreichen“, erzählt Firmenchef Ludgerus Henke. Durch den Anbau der 5200 Quadratmeter großen Halle erhöhe sich die Betriebsfläche auf 8000 Quadratmeter. Das Grundstück in ummittelbarer Nähe zu Firmen wie Amazon, Hartmann und Schüco sei damit ausgeschöpft.

Lange, tonnenschwere Bauelemente können in der Halle von Ludgerus Henke zwischengelagert und dann abtransportiert werden.

Lange, tonnenschwere Bauelemente können in der Halle von Ludgerus Henke zwischengelagert und dann abtransportiert werden. Foto: Oliver Schwabe

Ludgerus Henke hält aber die Augen nach neuen Möglichkeiten offen. „Die Entwicklung der letzten Jahre war rasant“, sagt er und freut sich, dass die Corona-Pandemie bislang kein Bremsklotz war. Sie sorgte sogar unerwartet für zusätzliche Aufträge. Weil Unternehmen inmitten der Wirtschaftskrise Kapazitäten für eine Zwischenlagerung ihrer Produkte suchen, kamen sie auf Unternehmen wie Henke zu. Am Standort Paderborn bietet die Firma Lager-, Distributions-, Beschaffungs- und Kontaktlogistik an, organisiert Sonder-, Spezial- und Schwertransporte in ganz Europa, entlädt, verpackt und verschifft und kümmert sich um den Zoll.

Henke ist Logistiker und Spediteur in einem und blickt auf eine Tradition von mehr als 80 Jahren zurück. Die Firma ist zwar fomal eigenständig, arbeitet aber eng mit der Heinrich Henke Güterfernverkehr & Spedition GmbH & Co. KG in Delbrück zusammen. Heinrich Henke war derjenige, der das Familienunternehmen begründete. In den 1930er Jahren fing er als Lohnunternehmer mit zwei Pferden an. Aus den Pferden wurden Lastwagen, die nahezu alles transportieren können. Der gemeinsame Fuhrpark in Delbrück umfasst mittlerweile 62 ziehende Einheiten, zehn Kranwagen und 100 Auflieger. In einer eigenen Werkstatt wird der Fuhrpark gewartet. „Wir bilden auch aus und haben neun Auszubildende, die Berufskraftfahrer werden wollen“, berichtet Seniorchef Ludger Henke (71), der noch jeden Tag von morgens bis abends für sein Unternehmen arbeitet und dabei den Sohn tatkräftig unterstützt, wie der dankbar betont.

Schwierige Suche nach Gewerbeflächen

Die Firma ist bereit, noch mehr junge Menschen auszubilden, aber Personal zu bekommen, ist im Moment nicht einfach. In Delbrück verfügt das mittelständische Familienunternehmen mit 100 Mitarbeitern am Bösendamm und der Boker Straße über 4000 Quadratmeter Betriebsfläche. Es dürften ruhig noch mehr sein. „Wir sind mit der Stadt Delbrück immer in Gesprächen, aber es gestaltet sich schwierig, dort Gewerbeflächen zu finden“, sagt Ludgerus Henke. Umso froher und dankbarer ist er, dass Henke in Paderborn in direkter Nähe zur A33 einen Standort gefunden hat. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei zügig und reibungslos verlaufen.

An der Pamplonastraße haben die Firma und ihre Kunden alle Möglichkeiten. Dank der Hallenkräne können zum Beispiel auch verzinkte Träger für Parkhäuser angehoben und verladen werden. „Wir haben schon ein Teil mit einem Gewicht von 54 Tonnen transportiert“, erinnert sich der Paderborner Standortleiter Thomas Hark.

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